Wir laden zur Zeit das Archiv hoch. Deswegen hat es viele "alte" Artikel auf der Webseite.
Wir bitten um Geduld, wir haben viel geschrieben in den Jahren seit 2003 ...

Trash-Kult(ur) Vol. II Recycling als ultra‐​romantische Vision

Von Pascal Mülchi – Ein unter­ge­hen­des Segelschiff vor einer Insel, umge­ben von liqui­der sich spie­geln­der Masse. Im Hintergrund eine Art Himmel‐​Vorhang. Verkorkste Bäume, die kei­ne Blätter mehr tra­gen. In die Höhe spries­sen­des Gras. Ein Steg. Häuser. Molekulare Formen als Türme, Wolken und Rauch. Grelle Lichtquellen.

«By the sea» heisst die bizar­re Landschaft, die der jun­ge …

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Gekommen, um zu bleiben

Von Simone Weber – Als Provokation und all­ge­mei­ne Respektlosigkeit wur­de er ver­schrien. Doch dem Minirock war das egal. Er woll­te getra­gen wer­den und die rebel­li­schen 60er‐​Jahre boten ihm dazu die idea­le Bühne. Nachdem er 1962 in der bri­ti­schen «Vogue» abge­bil­det wur­de, ging es kei­ne drei Jahre, bis das skan­da­lö­se Kleidungsstück auf der gan­zen Welt getra­gen wur­de. …

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Blick ins Sandwich

Von Barbara Roelli

Was isch es Sandwich ohni Fleisch?
– s’isch nüt als Brot.
Was isch es Sandwich ohni Brot?
– s’isch nüt als Fleisch.

So beginnt Mani Matters Lied «Betrachtige über es Sandwich». Diese schein­bar ein­fa­che Erkenntnis ver­ar­bei­tet der Berner Chansonnier in sei­nem Lied; dreht und wen­det sie, bis das Sandwich viel­schich­tig ist – …

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Du oder ich

Von Jarom Radzik – Warum Kunst ein Gegenüber braucht: Kunst kann nicht mehr kon­stru­iert, son­dern nur noch gelebt wer­den. Es gibt heu­te kei­ne Legitimation in der Kunst, neben den neu­en Technologien, wie Computer und Internet, noch Raum und Zeit zu kon­stru­ie­ren. In der Sekundenschnelle, in der man sich heu­te in eine vir­tu­el­le Welt bege­ben kann, …

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Vorbereitung auf die Zeit danach

Von Irina Mahlstein – Mein Notebook will nicht mehr rich­tig. Um die­ses bescheu­er­te Word‐​Dokument zu öff­nen, brauch­te ich zehn Minuten. Zwischenzeitlich hat sich mein Notebook etwa drei­mal auf­ge­hängt. Und dies wegen eines Word‐​Dokuments! Für jeman­den, der es gewohnt ist, mit 32 Gigabyte RAM arbei­ten zu kön­nen, ist dies mehr als ärger­lich. Selbst jetzt, wo ich …

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Trash-Kult(ur) Vol. IV: Polit‐​Art‐​Trash?

Von Pascal Mülchi – 10. April, Dornacherplatz, Solothurn, 12 Uhr. Eine Müllskulptur ent­steht. Ihm Rahmen des Aktionsmonats «Jugend Macht!» heisst es: «Kommt und klebt! Bringt Müll und wir skulp­tu­rie­ren zusam­men ein Kunstwerk.» Das tönt nach ech­tem Trash. Trash der zum Anfassen ist, aber nur ungern ange­fasst wird. Ihhh, wähhh, ähhh. Ein Kunstwerk aus rich­ti­gem Müll …

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Literarische Fragmente 6: Seit jeher unterwegs

Von Konrad Pauli – Er hat nichts zu lachen. Grimmig‐​entschlossen zieht er sein Wägelchen über den Platz vor der Gedächtniskirche, hält vor den ers­ten Tischen des Terrassencafés, klappt den Deckel auf und packt aller­hand Requisiten aus: einen zer­knit­ter­ten schwar­zen Schlapphut mit auf­ge­näh­tem Totenkopf, ein paar wab­be­li­ge, schweins­far­be­ne Plastikohren, einen Kunststoffblumentopf, des­sen wel­ke und ver­staub­te Blütenpracht, …

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Die Macht der Schuhe

Von Simone Weber – Ein Outfit kann noch so per­fekt sein, wenn der Schuh nicht passt, bringt das gar nichts. Der Schuh ist das Salz in der Suppe, muss per­fekt abge­stimmt sein, soll­te die Kleidung immer noch etwas bes­ser aus­se­hen las­sen. Er kann aber auch alles zer­stö­ren. Wie sähe eine Braut in Turnschuhen aus?

Klar …

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Was ich mag und was nicht

Von Barbara Roelli – Was ich mag:
Wenn bei Äpfeln in der Migros noch ein Blatt am Stiel haf­tet.

Den Ausdruck «Kraut und Rüben».

Rezepte sam­meln, wei­ter­ge­ben oder wei­ter­sa­gen.

Wenn Tomaten end­lich wie­der Saison haben, vor allem die Sorte Coeur de Boeuf.

Das Glückselige im Gesicht eines Menschen, der zu essen beginnt und dar­über ins …

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Auf der Suche nach dem Urberliner

Von Till Hillbrecht – In der eins­ti­gen Todeszone um den Mauerpark beim Prenzlauer Berg wird das alte Leben auf einem rie­si­gen, all­sonn­täg­li­chen Flohmarkt feilsch gebo­ten, der so gross ist wie die gesam­te Verkaufsfläche der Berner Altstadt. Die Gassen sind gedrängt, jeder will eines der selbst bedruck­ten T‐​Shirts ergat­tern, alte Schuhe, ein gebrauch­tes Velo. Am Mauerpark, …

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Langsam wird es Zeit für die Krone

Von Irina Mahlstein – Langsam wird es Zeit für die Krone: Ich habe drei Tage hin­ter­ein­an­der in mei­nen Computer im Bau gestarrt und in einer 64x128‐​Matrix sämt­li­che Länder der Welt ein­ge­tra­gen. Dabei bin ich voll­kom­men sys­te­ma­tisch vor­ge­gan­gen, zuerst alle Länder, die mit dem Buchstaben A begin­nen, dann jene mit B, danach die mit C usw.. Wussten Sie, …

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«Haute Coulture»: Sinfonische Musik trifft auf Mode

Von Flavia Barth – Ein lan­ger Laufsteg, ele­gan­te Models, elek­tro­ni­sche Klänge, ein gros­ses Publikum – und Hauptsache viel Glanz und dop­pelt so viel Glamour. So kommt die kon­ven­tio­nel­le Modeschau daher. Doch wird die­se Art der Präsentation den sorg­fäl­tig ent­wor­fe­nen Kollektionen über­haupt gerecht? Kann ein Laufsteg nicht auch künst­le­ri­sche Plattform sein? Das Orchester Variaton ver­sucht es …

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Das Leben ist kein Laufsteg

Von Flavia Barth – Ein Gespräch mit Jasmin Frei: Die Suche nach Designerinnen für «Haute Coulture» begann im letz­ten Sommer mit fol­gen­dem klei­nem Inserat: «Variaton Projekt‐​orchester sucht ModedesignerInnen für unkon­ven­tio­nel­le Modeschau!»

«Ich bin sehr inter­es­siert dar­an, bei einer unkon­ven­tio­nel­len Modeschau mit­zu­ma­chen. Denn ich mache auch unkon­ven­tio­nel­le Mode, die kei­nem Trend folgt. Das gan­ze Modebusiness geht …

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Sammelgut

Von Barbara Roelli – Ich esse fast jeden Tag Brot. Ich kau­fe Brot und weiss, dass sei­ne Lebzeit von nun an rasant zu Ende geht. Kaum gekauft, beginnt näm­lich die Sanduhr im Brotlaib zu rie­seln. Diesen natür­li­chen Prozess kann ich nicht auf­hal­ten: Sobald das Brot ange­schnit­ten ist, strömt Luft in sein Inneres und durch­dringt die …

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…mit Aussicht auf Fleischbällchen

Von Barbara Roelli – «Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen» oder in Englisch: «Cloudy with a Chance of Meatballs». So heisst ein Film aus den USA. Genre: Trickfilm. Sein Name geht einem wie eine Wettervorhersage über die Lippen – spä­tes­tens bei «Fleischbällchen» schaut man aber irri­tiert gen Himmel.

So wie es die Bürger der Insel Affenfels in …

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Black is beautiful

Von Simone Weber – An der Olympiade der Kleiderfarben steht Schwarz seit lan­ger Zeit unan­ge­foch­ten auf dem Siegertreppchen. Mit sei­nen ein­zig­ar­ti­gen, her­vor­ra­gen­den Eigenschaften über­zeugt es die Menschheit seit Jahrzehnten. Warum ist Schwarz in unse­rer Gesellschaft als Kleiderfarbe so wahn­sin­nig beliebt? Physikalisch betrach­tet han­delt es sich bei Schwarz um eine Nicht‐​Farbe, die alle Farben absor­biert und …

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