45. Solothurner Filmtage: Erste Preisträger bekannt

Die ersten Preisträger der 45. Solothurner Filmtage vom 21. – 28. Januar 2010 sind bekannt. Die Journalisten Christoph Egger und Michael Sennhauser erhalten den „Prix Pathé“. Der Image Composer Patrick Lindenmaier und der Kameramann Carlo Varini werden mit Anerkennungspreisen geehrt. Die Jury für den „Prix de Soleure“ bilden Regisseurin Bettina Oberli, Ständerätin Géraldine Savary und der Kolumnist Daniel Binswanger.


Zwei Journalisten und zwei Kameramänner
Die ersten Preisträger der 45. Solothurner Filmtage vom 21.-28. Januar 2010 sind bekannt. Den erstmals in zwei Kategorien (je CHF 10’000) vergebenen Prix Pathé (Preis der Filmpublizistik) erhalten die beiden Journalisten Christoph Egger und Michael Sennhauser. Eggers Kritik „Ein kurzer Sommer der Anarchie“ (NZZ, 19.2.2009) über den Film „Home“ von Ursula Meier überzeugte die Jury ebenso wie Sennhausers Beitrag über den Film „Maman est chez le coiffeur“ von Léa Pool (DRS2 aktuell am 8.4.2009). Radiomann Sennhauser ist damit der erste Preisträger für eine Filmkritik in einem elektronischen Medium. Weiter geehrt werden zwei Kameramänner. Den Anerkennungspreis der Gemeinde Lohn-Ammannsegg (Filmtechnikerpreis über CHF 10’000) darf der in Zürich lebende Patrick Lindenmaier für sich beanspruchen. Lindenmaier entwickelte in den 1990er Jahren ein Verfahren zum Transfer von digitalen Bilddaten auf Zelluloid. Mit diesem hat er bis heute über 300 Filmen auf die Leinwand verholfen. Den Ehrenpreis der Gemeinden im Wasseramt (CHF 10’000) erhält der in Paris lebende Carlo Varini für seine langjährigen Verdienste im Schweizer Film. Der international tätige „Chef-Opérateur“ führte zuletzt in Séverine Cornamusaz’ „Coeur animal“ (2009) die Kamera.

Prix de Soleure – Jury bekannt
Zum zweiten Mal wird in Solothurn der Jurypreis „Prix de Soleure“ vergeben. Der Preis ist inhaltlich ausgerichtet und zeichnet einen abendfüllenden Spiel- oder Dokumentarfilm aus, der eine humanistische Grundhaltung überzeugend filmisch umsetzt. Die dreiköpfige Jury ist mit Bettina Oberli (Regisseurin), Géraldine Savary (Ständerätin Kanton VD) und dem Kolumnisten Daniel Binswanger („Das Magazin“) prominent besetzt. Ins Rennen um den mit CHF 60’000 zweithöchst dotierten Filmpreis in der Schweiz steigen die Dokumentarfilme „Dharavi, Slum for Sale“ von Lutz Konermann, „Breath Made Visible“ von Ruedi Gerber, „Die Frau mit den 5 Elefanten“ von Vadim Jendreyko, „Face au juge“ von Pierre-François Sauter sowie „Nel giardino die suoni“ von Nicola Bellucci. Als Spielfilme sind „La guerre est finie“ von Mitko Panov, „Waffenstillstand“ von Lancelot von Naso und „Lourdes “ von Jessica Hausner nominiert.

Die 45. Solothurner Filmtage finden vom 21.-28. Januar 2010 erstmals von Donnerstag bis Donnerstag statt und werden von den drei Hauptsponsoren 1to1 energy, Die Schweizerische Post und Swiss Life sowie von der Medienpartnerin SRG SSR idée suisse unterstützt.

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Eintrag vom Dienstag, 12. Januar 2010 - Thema Cinéma / Film -

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