Spendenaufrufe für das erdbebenversehrte Haiti gibt es derzeit en masse. Den schönsten Beitrag lieferten die Voodoo Dolls in der Metzgerhalle mit ihrer Puppenversteigerung.
Von Sam Pirelli
Am 12. Januar bebte in Haiti die Erde, weit über 200 000 Menschen verloren ihr Leben. Zwei Millionen Menschen sind obdachlos, es mangelt an allem. Von der Not waren auch die eigens gegründeten Voodoo Dolls aus Luzern berührt und erfanden kurzerhand einen Spendenaufruf der besonderen, der übersinnlichen Art: Voodoopuppe basteln, in die Metzg bringen und dort ver- und ersteigern, so die Idee. Und der Aufruf fruchtete: Rund 90 Puppen sollen an Donnerstag und Freitag gebracht worden sein, eine schöner oder schräger als die andere.
Pirelli besuchte die Freitagausgabe – und erlebte einen der besten Abende ever. Die Metzg war voll, die Stimmung ungemein fröhlich, und man steigerte wie wild – befeuert vom Auktionator, einem hoffnungsfrohen hiesigen Jungpolitiker, dem die brüllbedingte Heiserkeit die gerade richtige Dosis hysterischen Sex in die Stimme zauberte. DJ Charles Ambrosius beschallte das Geschehen mit einer nie gehörten Selection und einer Reaktionsgeschwindigkeit, die man kaum für möglich gehalten hätte; die Ausgelassenheit der Voodoo Dolls, die direkt aus «Live or Let Die» (der erste Bond mit Roger Moore, man erinnert sich: Baron Samedi) entsprungen schienen, tat ein Übriges: Die Metzg kochte.
Wie viel Geld zusammengekommen ist? Hab ich dummerweise vergessen. Aber es fand da ein Abend statt, der die Power der Luzerner «Szene» aufs Eindrücklichste belegte und mich in allen Aspekten an die Hoch-Zeit in den Neunzigern erinnerte: Wo sonst wäre so kurzfristig mit so viel Engagement derart mitgemacht worden? Eine klarere Absage an den viel beklagten, allüberall vorherrschenden Konsumismus hat man lange nicht gesehen. Plötzlich hat man wieder etwas Hoffnung.
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Der Originaltext ist auf dem Blog www.kulturteil.ch erschienen. Es handelt sich nicht um einen Originaltext der ensuite.ch Redaktion.
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Franco Robbiani ist unser Mann in Vancouver 2010:
Jede Nation die an den Olympischen Spielen teilnimmt, wird durch eine Zeremonie begrüsst. Begrüsst werden alle Teilnehmer durch die vier „First Nation“ Familien die in dieser Region leben. Es werden immer drei Länder gemeinsam begrüsst. Die National-Fahnen werden durch Soldatinnen und Soldaten zur Zeremonie getragen. Zuvorderst marschiert ein RCMP…
Daniel Lanois ist ein begnadeter Produzent. Hier eine von ihm produzierte Newcomer-Band BLACK DUB. Lanois spielt darin selber mit. Die 22-jährige Trixie Whitley ist die Tochter vom 2005 verstorbenen Chris Whitley – und hat die Musik im Blut!… (am Bass spielt übrigens Daryl Johnson, langjähriger Gefährte von Lanois)
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