EDITORIAL Nr. 61 Bern

Von Lukas Vogelsang - Kultur ist nicht nur Kultur, nur um der Kultur willen. Viele Veranstalter laden zu ihren Veranstaltungen ein, ohne einen Grund zu nennen. Doch, warum soll ich in dieses Theater? Warum soll gerade dieses Konzert mir eine Sternstunde sein? Was verspricht mir die Choreographin in ihrer Tanzaufführung?

Per Telefon erklärte mir ein …

lesen...

EDITORIAL Nr. 61 Zürich

Von Lukas Vogelsang - Von wegen «besinnliche Zeit»: Zürich scheint im Dezember, im Gegensatz zu Bern, ein wirrer Whirlpool zu sein, die Zeit bereits ausverkauft und lichterloh brennende Tannenbäume überall. Alles rennt, keine Zeit. Fragen werden nicht mehr beantwortet – das Morgen scheint nicht zu existieren. Weihnachten, welch eine Illusion. Dabei beginnt die Besinnlichkeit erst …

lesen...

EDITORIAL Nr. 62 Bern

Von Lukas Vogelsang - Erstellt jemand einen einzigen Animationsfilm, rufen die zuständigen Ämter und Verantwortlichen sofort «die Schweiz ist ein Animationsfilmland!» Wir kennen dies aus unserer Stadt: Kaum gibt es ein Jazzlokal, will man sich als «Jazzstadt» de nieren – oder als «Tanzstadt» – oder eben auch als «Filmkanton». Diese Definitionsfrage scheint so brennend wichtig, …

lesen...

EDITORIAL Nr. 62 Zürich

Von Lukas Vogelsang - Ich bin ziemlich angefressen von der Stadt Zürich. Soviel «Stadt» ist für einen Berner beeindruckend. Die vielen Zentren und Stile bringen Abwechslung und dieses «weltliche» in den Alltag, welches wir in Bern im Vergleich dazu ein nettes Dörfli vermissen. Es gibt aber zwei Faktoren, die mich bei jedem Züri-​Besuch überraschen: Zum …

lesen...

EDITORIAL Nr. 63 Bern

Von Lukas Vogelsang - Manuel Gnos, Veranstalter im Café Kairo und Mitarbeiter bei der Zeitung «Bund» hat es auf den Punkt gebracht, als er in einem Internetforum schrieb: «Immer noch ist keine befriedigende Lösung in Sachen Ausgehzeitschrift für die Stadt Bern in Sicht – weder für die MacherInnen noch für die VeranstalterInnen.» Dies schrieb er …

lesen...

EDITORIAL Nr. 63 Zürich

Von Lukas Vogelsang - Die Kunsträuberei in Zürich hat mit all ihren Auswüchsen die Grenzen der Hysterie erreicht. Es ist zermürbend zu hören, dass Kunst auf der einen Seite einen so hohen immateriellen Wert haben soll, auf der anderen Seite aber nur unsinnig-​spekulative Wertanlagen darstellt. In Zeiten, wo sogar die UBS- und CS-​Grundmauern erzittern, geraten …

lesen...

EDITORIAL Nr. 64 Bern

Von Lukas Vogelsang - Ich weiss nicht, wann es geschehen ist, aber die «EM 08» wurde plötzlich zur «EURO 08». Als hätte Fussball etwas mit der Geldwährung zu tun. Oder habe ich etwas falsch verstanden? Da war doch diese UEFA-​Posse mit der MIGROS, welche mit ihrer Fanmeisterschaft «M’08» eine wunderbare Story lieferte. Und man bedenke …

lesen...

EDITORIAL Nr. 64 Zürich

Von Lukas Vogelsang - Bei den Worten «Wirtschaftskrise» und «Dollarkurs» scheint mir ganz Zürich zusammenzuzucken. Vielleicht ist es nur der Frühlingsschnee oder einfach der graue Schleier über der Stadt, doch Zürich ist ganz still. Wie eine Käseglocke hängt die Ruhe über der Stadt. Der März forderte anscheinend viel. Zu hoffen ist, dass sich dies bald …

lesen...

EDITORIAL Nr. 65 Bern

Von Lukas Vogelsang - Der Progr soll auf Wunsch des Kultursekretärs Christoph Reichenau mindestens noch ein Jahr, bis zum Baubeginn der noch zu definierenden Lösung des Progr-​Gebäudes, bleiben können. Sicher ein vernünftiger Vorschlag, denn ein grosses Problem bleibt bestehen: Wohin gehen all diese Ateliers und Bühnen, wenn das Gebäude kulturell geschlossen wird? Gibt es in …

lesen...

EDITORIAL Nr. 65 Zürich

Von Lukas Vogelsang - In Zürich ist kulturell mal richtig was los. Und natürlich meine ich damit die Realsatire «Sex-​Casting», welche in den Medien aufgetaucht ist. Jean-​Pierre Hoby, der Zürcher Kultursekretär, hat sich im «Tages-​Anzeiger» enerviert darüber, dass Dadaismus eine ernsthafte Auseinandersetzung sei und ein Sex-​Casting im Cabaret Voltaire nichts zu suchen hätte. Nun, ich …

lesen...

EDITORIAL Nr. 66/​67 Bern

Von Lukas Vogelsang - Die Vorfreude ist – so sagt man – die schönste Freude. Dann wäre also die EM 08 bereits gelaufen – so richtig darauf gefreut hat sich in meinem Umfeld niemand. Die UEFA und die SVP haben dafür gesorgt, dass uns die Feststimmung im Hals erstickte. Mit Sport und Politik hat Fussball …

lesen...

EDITORIAL Nr. 66/​67 Zürich

Von Lukas Vogelsang - Die Vorfreude ist – so sagt man – die schönste Freude. Dann wäre also die EM 08 bereits gelaufen – so richtig darauf gefreut hat sich in meinem Umfeld niemand. Die UEFA und die SVP haben dafür gesorgt, dass uns die Feststimmung im Hals erstickte. Mit Sport und Politik hat Fussball …

lesen...

EDITORIAL Nr. 68 Bern

Von Lukas Vogelsang - Was für ein Sommer: Meine Ferien sind in einer ensuite-​Rettungsaktion untergegangen und statt Aarewasser klebte Schweiss auf meiner Haut. Aber es hat sich gelohnt und spannend war es auch. In solchen Zeiten zeigt sich immer, wie solidarisch Menschen wirklich sind. Dabei habe ich so einige Überraschungen erleben dürfen. Das was und …

lesen...

EDITORIAL Nr. 68 Zürich

Von Lukas Vogelsang - Dass Zürich sich in Sachen Kulturkommunikation sehr schwer tut, habe ich bisher schon öfters erwähnt. Ganz schlimm wird’s aber im Sommer. Da erlischt jeglicher Funken und man hat zuweilen das Gefühl, die Stadt sei gestorben. Es tut gut, wenn ein Theater-​Spektakel diese Totenstarre mit einem voluminösen Programm aus den Socken haut. …

lesen...

EDITORIAL Nr. 69 Bern

Von Lukas Vogelsang - Massenbesäufnisse erregen die Gemüter, dabei ist jedes Fest, von der Fasnacht übers Gurten- bis zum Buskers-​Festival, im Ansatz ein Massenbesäufnis. Viele Kulturbetriebe von heute müssen sich auch mit diesem Vorwurf auseinandersetzen – da ist ein organisiertes Besäufnis wenigstens ehrlich, verkauft sich nicht unter dem Deckmantel Kultur und stellt diesbezüglich keinen Anspruch. …

lesen...

EDITORIAL Nr. 69 Zürich

Von Lukas Vogelsang - Nun will das Komitee prokongresshaus Zürich statt für Business und Kongresse als Kulturmetropole definieren und das Kongresszentrum zum Kulturtempel umbauen. Die Idee ist nicht schlecht und es ist ein naheliegendes Projekt; in meiner Wahrnehmung war das Kongresshaus immer mehr Kultur als Business und oft ein Grund, aus der Hauptstadt nach Zürich …

lesen...