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Förderverein

Der Förderverein ensuite ist für die Finanzierung zuständig. Der Verein schreibt auch nach neun Jahren immer noch Defizite – unabhängige finanzielle Unterstützungen sind deswegen wichtig und nötig. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie sich beteiligen können und wollen. Wir geben Ihnen gerne mehr Informationen zum Verein und zu unseren Funktionen.

Unsere Kontoangaben:

Verein WE ARE
ensuite – kulturmagazin
Sandrainstrasse 3
3007 Bern

PC-Konto 30-651204-6

IBAN CH62 0900 0000 3065 1204 6
BIC: POFICHBEXXX

(Institution: Swiss Post – PostFinance; Nordring 8; 3030 Bern; Switzerland)

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Der Förderverein

foerderverein

Kulturberichterstattung wird in Zukunft nur funktionieren, wenn Kulturmedien finanziell unabhängig sind. Doch dazu brauchen wir Geld – und die Abhängigkeit von  der Politik der öffentlichen Hand ist gefährlich.

Kulturmedien, wie das gesamte Kulturwesen in der Schweiz, werden politisch und wirtschaftlich immer wieder  instrumentalisiert. Gleichzeitig wachsen die Werbegelder und Aboverkäufe nur langsam. Die Medienbranche hat sich in den letzten Jahren selber ein Bein gestellt mit  all den Gratisblättern. Deswegen sind gerade Kleinverlage, vor allem jene im Kultursektor, am Aussterben und auf öffentliche und private Fördergelder oder Subventionen angewiesen.

Doch die staatliche Presseförderung in der Schweiz besteht nur aus einer indirekten Förderung. Wir erhalten eine vergünstigte Postzustellung – aber erst ab einer beglaubigten und abonnierten Auflage von 1 000 Zustellungen pro Monat. Dazu ist die Post selber am Trudeln und kann den Service nicht aufrechthalten. Viele Kleinverlage kommen nicht in den Genuss dieser Förderung oder verlieren Abos durch den schlechten Service.

ensuite schreibt seit sieben Jahren Defizite – das ist ganz normal. Wir starteten ohne Kredite und hatten noch nie Geld für Löhne. Alle 70 MitarbeiterInnen,  welche pro Monat an den drei Magazinen arbeiten, arbeiten noch immer ehrenamtlich – oder besser: Investieren diesen Lohn, damit ensuite existieren kann. Aus  Krisen haben wir uns an den Haaren herausgezogen. Mit viel Glück und einer unheimlich solidarischen Lesergemeinde, dem Kanton Bern, der Burgergemeinde Bern und manchmal auch der Stadt Bern haben wir bis jetzt überleben können.

Unser Problem ist einfach – und damit sind wir auch nicht allein: Wir  brauchen Geld zum Arbeiten. Statt kreativ sein zu können, müssen wir betteln, damit wir die laufenden Produktionsrechnungen bezahlen können. ensuite funktioniert wirtschaftlich unterdessen stabil. Wir konnten unsere Werbeverkäufe im Vergleich von 2008 zu 2009 um fast 30 Prozent steigern. Doch haben wir Altlasten abzuarbeiten und müssen Investitionen machen. Mit dem Förderverein ensuite haben wir ein intelligentes Fördersystem zur Hand, welches uns einerseits finanziell ein Polster verschafft, andererseits Sicherheit bietet, damit wir «kreditwürdig» werden.

Die Idee Mit einer Mitgliedschaft von 330 Franken stehen uns bei 100 Mitgliedern sofort 33 000 Franken in bar zur Verfügung. Gleichzeitig verpflichtet sich jedes  Mitglied für mindestens weitere 660 Franken zum gegebenen Zeitpunkt zu bürgen. Dieses Geld muss nicht einbezahlt werden – und wird es wohl auch nie müssen. Als Mitglied garantieren Sie uns mit dem Eintritt in den Förderverein (das ist eine Aufnahmebedingung und wird schriftlich garantiert (siehe Antragsformular)), dass Sie uns diese «Bürgschaft» stellen werden, wenn wir zum Beispiel ein Darlehen sichern wollen oder gar mit einer Bank arbeiten möchten. Damit werden uns also bei den gleichen 100 Mitgliedern mindestens weitere 66 000 Franken als «Sicherheit» geboten – das macht demnach 99 000 Franken «Arbeitsgeld». Der grosse Vorteil dabei ist, dass nicht eine Person den gesamten Betrag, sondern viele mit kleinen Beiträgen solidarisch haften. Das Not-Szenario geschieht aber nur im absoluten Notfall und die Mitglieder des Fördervereins haben jederzeit darüber die volle Kontrolle: Wer Mitglied ist, kann in die finanzielle Situation des Vereins einsehen und natürlich mitbestimmen, wozu das Geld eingesetzt wird. Es gibt auch regelmässige Versammlungen – die nicht Pflicht, aber je nachdem von Interesse sind. Der Verein wird  regelmässig über Aktionen informieren und wir sind natürlich auch froh, wenn auch von Ihrer Seite Inputs kommen.

Ein Förderverein hat das Ziel, wie der Name bereits erklärt, eine Sache zu unterstützen. Kulturjournalismus ist kurz vor dem Aussterben oder wird demnächst in «Public Relation Kultur» umbenannt. Unsere  Kultur ist aber zu wichtig, als dass wir sie verlieren dürfen. Und so müssen wir als Gesellschaft selber Strukturen schaffen, die unsere Wünsche und Bedürfnisse finanzieren und ermöglichen. Ein Förderverein ist eine gute Möglichkeit. Vor allem: Die MitgliederInnen werden integriert und aktiv miteinbezogen.

Abtrennung Ein  Förderverein hat NUR die Funktion, einem zugewiesenen Projekt die finanziellen Mittel zu beschaffen. Es ist nicht möglich, in der Redaktion von ensuite mitzureden. Allenfalls ist es möglich, mit dem Verlag Gespräche zu führen und Vorschläge zu machen – diese sind aber für den Verlag nicht Befehl. Der Förderverein kann allerdings  bei Unstimmigkeiten die finanziellen Mittel streichen und damit dem Verlag klar ein Zeichen geben, dass der Verein mit der Verwendung des Fördergeldes nicht  einverstanden ist. Das ist so auch ganz legitim. Und es liegt im Interesse aller Beteiligten, dass die zu fördernde Sache eine gute Absicht verfolgt. Deswegen tritt man einem solchen Verein ja bei.

Lesen Sie die kleine Broschüre und Fragen Sie bei uns nach, wenn Sie etwas nicht verstehen. Wer Fördermitglied werden will, füllt einfach die Anmeldung aus und sendet diese uns ein. Alles weitere werden wir für Sie erledigen.

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