Wir laden zur Zeit das Archiv hoch. Deswegen hat es viele "alte" Artikel auf der Webseite.
Wir bitten um Geduld, wir haben viel geschrieben in den Jahren seit 2003 ...

Zum Schreien komisch

Von Peter J. Betts – Zum Schreien komisch ist es, fri­vol und abgrund­tief trau­rig, wahn­sin­nig und schreck­lich logisch, banal und viel­schich­tig, zynisch und tra­gisch, hoff­nungs­los und vol­ler Leben in all sei­ner Sinnlosigkeit und schlicht gross­ar­tig, dach­te ich zwei bis drei Jahre nach dem Erscheinen des Buchs bei der ers­ten Lektüre. Und in höchs­tem Mass aktu­ell, …

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Sandkastenspiele

Von Lukas Vogelsang – Verlagsfürste in der Schweiz und auch anderwo, prä­sen­tie­ren uns seit Jahren erschre­cken­de Bilanzen und Zahlen. Jährlich wer­den Millionen an Gewinneinbussen gemel­det. So hat die Tamedia im 2009 einen Gewinnrückgang von 55,8 Prozent zu ver­zeich­nen. Das sind aber immer noch fast 60 Millionen Gewinn. Auch Ringier, das Monster‐​Verlagsimperium, muss­te gegen­über dem Rekordgewinnjahr …

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Ungeschlagen

Von Isabelle Haklar – SCB ist noch nicht Meister – zwi­schen­zeit­lich viel­leicht nun doch –, YB wird es wohl lei­der auch die­se Saison nicht, doch ich, ich bin bereits mehr­fa­che Meisterin in die­sen zwei Disziplinen: Meisterin im Verdrängen sowie Meisterin des Chaos.

Seit Jahren ver­tei­di­ge ich die­se Titel nun schon, und zwar sehr erfolg­reich. Immer …

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Souvernäre Presseförderung

Von Lukas Vogelsang – Warum auch in die Ferne schwei­fen, sie­he das Unbegreifliche liegt so nah. Da flucht man ver­stört über die Politik von Berlusconi, über die Willkür in sei­ner Gesetzgebung, um vor allem sich selbst Vorteile zu ver­schaf­fen, doch in Bern liegt ein Paradebeispiel von Sauberpolitik vor der Türe. Ich spre­che die Teilrevision vom …

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Wir erinnern an

Von Peter J. Betts – «Wir erin­nern an die­se bemer­kens­wer­te Frau, die am 21. Juni 2009 hun­dert­jäh­rig gewor­den wäre, heu­te Abend in der Passage zwei», sagt der Moderator in der Mattinata auf DRS 2 am 25. September. Ein Zweck sei­ner Kurzvorausschau auf das Abendprogramm wäre wohl erreicht wor­den: Der Satz bleibt haf­ten. Auf den zuvor genann­ten …

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Die Flagge

Von Peter J. Betts - Die Flagge strei­chen? Bis jetzt habe ich immer behaup­tet, Kultur sei alles, was nicht Natur ist. Ich bin geneigt, dies noch immer (etwas lei­ser viel­leicht?) zu behaup­ten. Nicht, weil ich heu­te in der «Mattinata» gehört hat­te, Cecilia Bartoli sei wirt­schafts­wirk­sam (ein Begriff, der offen­bar zum Modeausdruck zu wer­den droht), auf …

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Ich brauche Kunst wie Sauerstoff

Von Jarom Radzik – Ein Interview über Kunst, ihren Nutzen, ihre Entwicklung, ihre Schöpfer und über einen Galeristen, der Kunst braucht wie ande­re Sauerstoff. Ein Gespräch mit Raphael Rigassi, Berner Galerist.

Herr Rigassi, noch immer ste­hen wir im Zeitalter der Krise. Was mei­nen Sie dazu?

Krise? Wohl eher Ausnüchterung vom Konsum. Das glei­che gilt für …

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Individualitätsverlust

Von Isabelle Haklar – Die Schuld gebe ich mei­nem «iPod Touch», den ich mir kurz vor Weihnachten geschenkt habe. Denn er war es, der mich in die Welt der «Apps» ein­führ­te, mir das Mailen in der Badewanne oder das Anschauen des ver­pass­ten «Reporter» im Zug nach Thun, mor­gens um 7h, ermög­lich­te. Er war es auch, …

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so rosa

Von Peter J. Betts – «so rosa /​ wi du rosa /​ bisch /​ so rosa /​ isch /​ ke loui süsc» – dies ist die ers­te der bei­den Strophen von Kurt Martis bekann­tes­tem Exponat in einem Zyklus von vier­zig Werken in Berner Umgangssprache (Copyright by Hermann Luch‐​terhand‐​Verlag, 1967). Das Gedicht und der Zyklus heis­sen …

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Schafe für das Zürcher Lighthouse

Von Jaron Radzik – Sie sind wie unse­re Bewohner. Sie kom­men und gehen wie­der, spricht Erika Hüsler wie zu sich selbst. Erika Hüsler ist Leiterin des Zürcher Lighthouse, des Kompetenzzentrums für Palliative Care. Mit ihren freund­li­chen, dun­kel­blau­en Augen in einem fal­ten­lo­sen Gesicht strahlt sie Feingefühl, Fröhlichkeit, aber auch Kompetenz aus. Eine wert­vol­le Kombination von Eigenschaften

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Unkonditionale Grosszügigkeit

Von Patrik Etschmayer - Nach der kürz­li­chen Meldung, dass es ein natio­na­les Online‐​Register für Organspender gibt, schau­te ich in mei­ner Brieftasche nach und stell­te fest, dass mein Spenderausweis tat­säch­lich irgend­wo unter­ge­gan­gen ist. Hoppla. Nix da.

Im Falle eines fata­len Unfalles wür­de ich also irgend­wo ein­ge­tü­tet und ver­scharrt, obwohl ich noch ziem­lich gesund bin und mei­ne …

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Wer sich nicht

Von Peter J. Betts - «Wer sich nicht an den Tisch setzt, läuft Gefahr, auf dem Teller zu lan­den», so fidel – sinn­ge­mäss aus einer Tageszeitung zitiert – der neu­es­te Massimo Leader von «Die Post», «La Poste», «La Posta» (gemäss den Gelben Seiten des Nachschlagewerkes die­ses auf Kommunikation spe­zia­li­sier­ten Betriebes hat sich etwa die vier­te …

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Mesnschen & Medien: Macht Medien! – Machtmedien!

Von Lukas Vogelsang – David Bosshart, Leiter des Gottlieb‐​Duttweiler‐​Instituts, hat mir aus einem hoff­nungs­vol­len Herz gespro­chen, als er in einem Interview am Weihnachtstag vom Ende des «Bullshit» sprach. «Wir alle quat­schen und quas­seln, dröh­nen und stöh­nen, jau­len und krau­len immer mehr, modern gesagt: Wir kom­mu­ni­zie­ren und infor­mie­ren uns immer mehr. Auf immer mehr Kanälen. Das …

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Menschen & Medien: Sex, Drugs und Rock’n’Roll

Von Lukas Vogelsang – In der Dezemberausgabe vom ita­lie­ni­schen «Rolling Stones» wur­de Silvio Berlusconi zum Rockstar des Jahres gewählt. Der 73‐​jährige hat vor allem mit sei­nem Lebensstil über­zeugt, wahr­schein­lich auch wegen sei­ner Absicht (die wird hart­nä­ckig seit Jahren auf­recht erhal­ten), eine eige­ne Musik‐​CD mit Liebesliedern her­aus­zu­ge­ben. So abwe­gig ist aller­dings der Rockstar‐​Berlusconi gar nicht, denn …

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Tour de Lorraine 10 – Alternativen säen

Von Alwin Egger – Es sind wahr­lich kei­ne gute Zeiten für die Linke zu Beginn des neu­en Jahrzehnts. Insbesondere gilt das für die schwei­ze­ri­sche Linke, die es nicht schafft, die wich­ti­gen sozia­len Fragen ins Zentrum der poli­ti­schen Auseinandersetzung zu rücken. Während die Folgen der Finanz‐ und Bankenkrise eine Umverteilung von unten nach oben in unglaub­li­chem

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Die Basis der Politik ist

Von Peter J. Betts – Die Basis der Politik ist eigent­lich Kultur. Die Kultur der Einzelnen und der Gemeinschaft. C’est la vie. Weltweit Abermillionen von Vertriebenen, die in Lagern, Slums oder bei Verwandten, Befreundeten – oft eben­falls unter sehr pre­kä­ren Verhältnissen – ihr zuneh­mend küm­mer­li­ches und hoff­nungs­lo­ses Leben fris­ten. Das durch Setzen unse­rer Prioritäten kon­se­quen­te …

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