Wir laden zur Zeit das Archiv hoch. Deswegen hat es viele "alte" Artikel auf der Webseite.
Wir bitten um Geduld, wir haben viel geschrieben in den Jahren seit 2003 ...

Seit jeher unterwegs

Von Konrad Pauli – Tante Marie, nie sah man sie lachen, gar lächeln; es war, als trü­ge sie immer­fort eine Sorgenlast mit sich, zeit­le­bens. Unverheiratet, vie­le Jahre Magd bei einem Bauern, wo sie’s, den Umständen ent­spre­chend, gut hat­te und zur Dankbarkeit ver­knurrt war. Kam sie, was sel­ten geschah, zu Besuch, herrsch­te vor­wie­gend betre­te­nes Schweigen, wenn­gleich …

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Traumjob

Von Irina Mahlstein – Das Jahr 2010 beginnt also. Es wird ein ent­schei­den­des Jahr für mich, irgend­wie. Nach 26 Jahren Ausbildung wer­de ich die­se in die­sem Jahr end­lich abschlies­sen. Es gibt nichts mehr was ich dran hän­gen könn­te. Langsam wür­de es Zeit für mich, mich end­lich für einen Beruf oder eine Arbeit zu ent­schei­den. So …

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Markt, der

Von Steffen Roth** – Lexikon der erklä­rungs­be­dürf­ti­gen Alltagsphänomene (V)*: Der Markt ist die hei­li­ge Kuh der bür­ger­li­chen Gesellschaft. Vor ihr wer­den wir her­ge­trie­ben. Nur wohin? Die Antwort: auf Gemeinplätze, die kei­ne Allmenden mehr sind. Es ist an der Zeit, drei von ihnen wie­der zu betre­ten.

Was immer wir im Einzelnen über den Markt wis­sen oder …

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Literarische Fragmente 5: Seit jeher unterwegs

Von Konrad Pauli – Nichts hat­te er sich für die­sen Morgen vor­ge­nom­men. Solchen Luxus konn­te er sich heu­te leis­ten. Also stieg er in die Strassenbahn, mal sehen, wohin sie dich fährt, sag­te er sich. Natürlich wuss­te er genau, wel­che Linie er fuhr, aber in Ermangelung eige­ner äus­se­rer Bewegtheit war’s reiz­voll, sich der Strassenbahnfahrt zu über­las­sen. …

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Literathun

Von Lejla Šukaj – Das klei­ne aber fei­ne Thuner Literaturfestival LITERAARE gehört mitt­ler­wei­le zu einem fes­ten Bestandteil des kul­tu­rel­len Geschehens im Kanton Bern. Das am ers­ten Märzwochenende statt­fin­den­de Festival fei­ert heu­er sein fünf­jäh­ri­ges Bestehen. Erklärtes Ziel des Organisationsteams ist es, die Vielfalt aktu­el­len Schreibens erleb­bar zu machen – die Jubiläumsausgabe wird die­sem Anspruch mit einem …

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Schreiben, tippen, schreiben

Von Irina Mahlstein – Ich schrei­be den gan­zen Tag. Ich kom­me ins Büro, fan­ge an zu tip­pen bis zum Mittagessen. Nach dem Mittag set­ze ich mich wie­der vor mei­nen Bildschirm und tip­pe wei­ter und immer wei­ter und immer wei­ter. Alle gesam­mel­ten Erkenntnisse der letz­ten zwei Jahre und acht Monate wer­den aus dem Kopf in den …

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Ich kriege es einfach nicht in den Kopf

Von Irina Mahlstein – Es gibt gewis­se Dinge, die ver­ste­he ich ein­fach nicht. Ich kann es ein­fach nicht nach­voll­zie­hen. Ich krie­ge es ein­fach nicht in den Kopf rein. Ich kann es mir vor­wärts über­le­gen, rück­wärts, objek­tiv, sub­jek­tiv und auf alle ande­ren Arten wie es mög­lich ist, das eige­ne Gehirn zu ver­dre­hen und ver­wursch­teln. Es leuch­tet …

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Einsicht statt Licht

Von Pedro Lenz – Schliessen Sie die Augen, jetzt, ein­fach so, wo immer Sie gera­de sind. Ja, schlies­sen Sie die Augen und falls Sie bloss ein klein wenig Vorstellungsvermögen haben, wird Sie das Gefühl befal­len, Sie befän­den sich auf einer Insel. Es ist Ihre per­sön­li­che Insel, eine Insel, deren Ränder durch Geräusche, Gerüche, Gedanken und

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(Un-)Brauchbare Kunst

Von Jarom Radzik – Was ver­steht ein Müllmann schon von Kunst? Ein Gespräch zwi­schen Albrecht König, 52, Kurator, und Urs Steiner, 39, Städtischer Müllmann, anläss­lich des Wettbewerbs  «Eine Stadt sucht ihren Künstler.»

Albrecht König (K): «Ich gra­tu­lie­re ihnen.»

Urs Steiner (S): «Wieso?»

1. K: «Sie sind der Gewinner die­ser Skulptur!»

S: «Warum?»

K: «Weil …

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Seit jeher unterwegs

Von Konrad Pauili – Mit sei­nem nur wenig älte­ren Bruder ging der klei­ne Junge zum Bäcker. In der Zeit war es Mode und für Kinder ein jeder­zeit höchst will­kom­me­nes Ereignis, dass im Lebensmittelgeschäft ein Rädchen Wurst, ein Bonbon oder sonst was Leckeres den Kleinen in die Hand und gleich­sam in den alle­mal auf­nah­me­gie­ri­gen Mund gedrückt …

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Aufblühen und Aufleben: Burnout Teil 5

Von  Ursula Lüthi – Dieser Schlussteil zur fünf­tei­li­gen Serie «Burnout» lässt auf­blü­hen und auf­le­ben, nach­dem die Veränderungen der Umstände erkannt und beschlos­sen sind. Als ers­tes aller­dings ein paar Aussichten der Experten sowie eine Beschreibung der Werte, wel­che dem Betroffenen begeg­nen. Alle Quellenreferenzen sind aus gestal­te­ri­schen Gründen unter­las­sen. Matthias Burisch ist der Ansicht, dass uns Burnout …

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Führung, die:

Von Ralf Wetzel – Lexikon der erklä­rungs­be­dürf­ti­gen Alltagsphänomene 4*: Organisationen sei­en wie Familien – so hört man es gele­gent­lich – und Führung wie eine spe­zi­fi­sche Sorte der Vaterschaft. So archa­isch das tönt und so skep­tisch dies berech­tig­ter­wei­se macht – es treibt Parallelen her­vor, die man manch­mal bes­ser nicht wis­sen will. Ab hier also wei­ter­le­sen auf

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Zukunftsmusik

Von Irina Mahlstein – Es ist soweit! Ich habe mein Datum gekriegt. Ich habe mir immer vor­ge­stellt, wenn man sein Datum kennt, dass dann der Stresslevel in unvor­stell­ba­re Höhen klet­tert. Irgendwie, dach­te ich mir, geht das doch gar nicht anders. Und genau so ist es auch gekom­men. Für eine Sekunde stockt der Atem und irgend­wann …

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Seit jeher unterwegs

Von Konrad Pauli – An die­sem son­ni­gen Märztag gestat­te­te er sich auf dem Fussweg in die Stadt einen Umweg und geriet in ein schma­les, abfal­len­des Strässchen überm Fluss. Hier stan­den Villen und Vorgärten, wo man eben dran war, den Kies zu rechen und den Boden unter den Büschen zu säu­bern. Still war es sonst um …

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Es stinkt nach Mensch

Von Irina Mahlstein – Phasenweise kann ich Menschen nicht aus­ste­hen, in die­sen Momenten nervt mich all die­ser lang­wei­li­ge Smalltalk – und wohl gemerkt, im Smalltalk bin ich Champions League. Doch manch­mal, wenn die Tage im Bau unend­lich lan­ge wer­den, ich in einem noch end­lo­se­ren Vortrag sit­ze, dann kommt es mir manch­mal vor, dass es um …

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Partizipation, die

Von Frank E. P. Dievernich – Lexikon der erklä­rungs­be­dürf­ti­gen Alltagsphänomene 3*: Ist das anstren­gend! Alle wol­len mit­re­den. Überall und immer. Wenn es wenigs­tens nur beim Mitreden blie­be! Aber nein, der «Teilhabewahn» ist bis in jene Entscheidungshochburg gera­ten, die bis­her dafür gesorgt hat, dass es Eindeutigkeit gab: die Hierarchie. Wer «oben» ist, sag­te, was die­je­ni­gen zu …

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