Wir laden zur Zeit das Archiv hoch. Deswegen hat es viele "alte" Artikel auf der Webseite.
Wir bitten um Geduld, wir haben viel geschrieben in den Jahren seit 2003 ...

Jugendromane von Jugendlichen

Von Christoph Simon – Die Sprachlosigkeit von soge­nann­ten lern‐ oder schreib­schwa­chen Jugendlichen zu durch­bre­chen – die­ses Ziel ver­folgt der Schriftsteller Richard Reich mit dem Projekt «Schulhausroman». Seit 2005 haben über dreis­sig Schulen fünf­und­dreis­sig Schulhausromane erar­bei­tet, mehr­heit­lich in Stadt und Kanton Zürich, aber auch in den Kantonen Aargau, Bern und Basel. Im Laufe einer mehr­mo­na­ti­gen Zusammenarbeit …

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«Ich habe die Musen nie gesehen»

Von Melania Loforti - Der Dichter aus Bern, Vito Russo, hält in sei­nem Buch «Keine Werbung, pre­go!» sein Leben als Italiener zwei­ter Generation in der Schweiz in Versen fest. Der stän­di­ge Zwiespalt mit der eige­nen Identität und sei­ner Mischkultur hat ihn zu die­sem zwei­spra­chi­gen Werk bewegt. Im Gespräch mit ensui­te – kul­tur­ma­ga­zin spricht Vito Russo …

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fundamentalismus unterschiebt man

Von Peter J. Betts - Fundamentalismus unter­schiebt man heu­te hier vor­wie­gend gewis­sen (die weib­li­che Form ist in die­sem Fall ver­mut­lich eher unan­ge­bracht) Islamisten, sicher unter ande­rem auch zu Recht. Mir scheint aber, Fundamentalismus als Krankheit, oft als Standfestigkeit fehl­in­ter­pre­tiert, sei sehr weit ver­brei­tet: in Staaten, Parteien, poli­ti­schen, reli­giö­sen und ideo­lo­gi­schen Credos (etwa «Politische Korrektheit» oder …

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Konkurrenz im Paradies

Von Caroline Fuchsbau‐​Bleichwasser - Lange ist es still gewe­sen um den jun­gen Berner Autoren Christoph Simon. Jetzt erschei­nen von ihm gleich zwei neue Bücher – ein Gedichtband und ein Roman für Kinder, der es auf Anhieb auf die «Empfehlungsliste Qualitätskinderbücher 2009» des deut­schen Kinderbuchmagazins Librikon und auf die Bestenliste des Vereins der unab­hän­gi­gen Kleinbuchhandlungen der …

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Für die Katz

Von Irina Mahlstein - Es gibt jene Menschen, die haben das gan­ze Leben im Griff, alles ist geplant und es kommt dann auch genau so. Die wuss­ten schon als sie zwölf Jahre alt waren, dass sie zum Beispiel Medizin stu­die­ren wol­len. Und das tun sie dann auch. Studieren ein­fach alles durch und gehen dann zurück, …

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«Wer, über längere Zeit betrachtet»

Von Peter J. Betts - Wer, über län­ge­re Zeit betrach­tet, jede Woche fünf bis sechs Tage im Atelier ver­bringt, dort täg­lich drei bis zehn Stunden (ver­su­chen Sie das ein­mal!) auf pro­fes­sio­nel­le Art an Bildern arbei­te­tet, auf här­tes­te Weise dar­um ringt, immer wie­der den Stil zu ver­bes­sern, immer wie­der neue, rele­van­te, wei­ter­füh­ren­de Aussagen zu machen, (all­fäl­li­ge) …

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Die Unberührbaren

Von Gabriela Wild – «Scheisse», platz­te der Inder aus dem Speisewagen. Er hielt kurz inne, als er sie erblick­te. «Scheisse», wie­der­hol­te er dann doch. Schnaubend stapf­te er in das ers­te Zugabteil. Sein Rollkoffer rum­pel­te und duck­te sich wie ein reui­ger Diener hin­ter ihm.

Sie streck­te den Hals, reck­te den Rücken. Die Scheissworte soll­ten sie nicht …

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Von oben kommt

Von Peter J. Betts – Von oben kommt nur dann ein biss­chen Gutes, wenn die unten ihr Äusserstes gege­ben haben. Könnte nicht die­se sar­kas­ti­sche Behauptung zu unum­stöss­li­chen Hierarchien fast von Bert Brecht stam­men? Die Subsidiarität (gemäss Fischer Lexikon 1975) «ist ein natur­recht­lich abge­lei­te­tes Prinzip der katho­li­schen Soziallehre, nach dem klei­ne­re Gemeinschaften (z. B. Familie, Gemeinde) …

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Buchempfehlungen zur Agenda 2009

Von Christoph Simon – Wenn reg­sa­me Katholiken die päpst­li­che Enzyklika zur Vorbereitung auf Weihnachten gele­sen haben, um «die Schönheit und Tiefe der christ­li­chen Hoffnung wie­der­zu­ent­de­cken» (Josef Ratzinger), dann wol­len wir – reg­sa­me Kulturinteressierte – uns im neu­en Jahr mit all den ande­ren bedeu­tungs­vol­len Büchern auf all die ande­ren bedeu­tungs­vol­len Termine vor­be­rei­ten, die uns Einblick in …

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Die Post bringt keinen Brief

Von Perer J. Betts - «Die Post bringt kei­nen Brief für dich. Was drängst du denn so wun­der­lich, mein Herz?» Ein spät­ro­man­ti­scher Lyriker hat die­se Zeilen geschrie­ben: Wilhelm Müller (lan­ge vor den Zeiten des Bauhauses in Dessau gebo­ren – 1794 – und auch dort gestor­ben: 1827) wur­de auch «der Griechen‐​Müller» genannt, war er doch der …

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Wo liegen die Wurzeln des Zürcher Poetry Slam?

Von Sabine Gysi - Die Rebellenstreitmacht tre­te gegen das Imperium an, ver­kün­den Etrit Hasler und Patrick Armbruster am 12. Dezember 2008 in der Roten Fabrik. Man müs­se etwas unter­neh­men gegen die Professionalität, wel­che die Slam‐​Bühnen regie­re. Man wol­le zurück­keh­ren zur Demokratie der Ungeschliffenheit! Und wenn eine Prise Selbstironie dar­in mit­schwingt, dann bezieht sich die­se auf das …

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Der erste Schweizer Buchpreis

Von Tabea Steiner – Am ers­ten Basler Literaturfestival, das neu die Basler Buchmesse ersetzt, wur­de der ers­te Schweizer Buchpreis ver­lie­hen. Unter den Nominierten fand sich mit Adolf Muschg ein Doyen der deutsch­spra­chi­gen Literatur aus der Schweiz, mit Anja Jardine zwar kei­ne Unbekannte, aber doch in Sachen Belletristik eine Newcomerin, und mit Lukas Bärfuss und Peter …

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«Ich glaube fest an die Mündlichkeit der Literatur»

Von Antonio Suárez Varela – Pedro Lenz ist einer der schweiz­weit bekann­tes­ten Mundartdichter. Zurzeit arbei­tet er an einem Romanprojekt mit dem Arbeitstitel «Inland». 2008 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Bern. Im Interview mit ensui­te – kul­tur­ma­ga­zin spricht der Berner über die Sprache, die Schweizer Literaturszene, lite­ra­ri­sche Vorbilder, sei­ne Arbeitsweise und sei­nen unge­wöhn­li­chen Werdegang.

ensui­te

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Krankheiten einer Wohlstandsgesellschaft

Von Christoph Hoigné - Andreas Thiel, der 1971 gebo­re­ne Berner Kolumnist, Schauspieler und Kabarettist, lässt das Publikum an der Geburt sei­nes neus­tens Babys teil­ha­ben: Ab September zeigt er im Kleintheater La Cappella in Bern jeden Dienstag «Politsatire 3», ein Kabarettprogramm in Entstehung.

 Du bist bekannt als ziem­li­cher Jetsetter, erst ges­tern bist du aus Oslo

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Putzlappen und Gummihandschuhe

Von Peter J. Betts - «Putzlappen und Gummihandschuhe… – sie waren mei­ne Begleiter wäh­rend mei­ner Hotelpraktikantinnenzeit im Januar», schreibt Gabriela Kaegi, seit fünf­und­zwan­zig Jahren Musikredaktorin und Moderatorin bei Radio DRS 2, und fährt dann fort: «Und ein klei­nes digi­ta­les Ding, hand­lich, unkom­pli­ziert, das genau in die Tasche mei­nes Arbeitkittels pass­te…» Dies zu ihrer Ausstellung «BITTE …

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Marguerite Meyer: «Den Mut zur Hässlichkeit muss man sich erst erarbeiten»

Von Sabine Gysi - Marguerite Meyer – ein net­ter Name. Harmlos wirkt die Slampoetin auch, als sie die Bühne betritt. Das ent­puppt sich als raf nier­te Täuschung, denn nun legt sie los: Nicht mit Donnerstimme zwar, aber mit unmiss­ver­ständ­li­chen, klar gesetz­ten Worten. Ihr Bühnen‐​Ich MightyMeg ist im Einsatz. Seichtes oder Lauwarmes? – Kommt nicht in …

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