Wir laden zur Zeit das Archiv hoch. Deswegen hat es viele "alte" Artikel auf der Webseite.
Wir bitten um Geduld, wir haben viel geschrieben in den Jahren seit 2003 ...

Yello: «Kann man das schneiden?» Centraldubs: «Klar.»

Von Till Hillbrecht – Das Berner Schallplattenschneidestudio Centraldubs wird zehn Jahre alt und läuft längst noch nicht auf der letz­ten Rille.

Es fühlt sich eigen­ar­tig an, die Türe zum Wasserwerk‐​Club auf­zu­stos­sen, wenn kei­ne Türsteher am Eingang zur Kontrolle bit­ten, einem kei­ne wum­mern­den Bässe im Treppenhaus ent­ge­gend­röh­nen und kei­ne par­tyt­run­ke­nen Besucher den Gang ent­lang drän­geln. Und …

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Massloser Avantgardist

Von Christian Pauli* – Charlemagne Palestine liess sich nie ein­ord­nen. Jetzt wird der 65‐​Jährige von sei­nem spä­ten Erfolg über­rascht.

Vor dem fran­zö­si­schen Dom in Berlin herrsch­te ein Riesengedränge. Aus ganz Europa waren sie gekom­men, die Jünger der elek­tro­ni­schen Avantgarde, um einem Altmeister der Minimal Music die Ehre zu erwei­sen. Das schwer ange­sag­te Festival «Transmediale» hat­te …

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BAZE

Von Ruth Kofmel – Schweizerdeutscher Rap war eigent­lich über­haupt nicht mein Ding. Bis ich dann eines Abends auf einem Bildschirm die­sen jun­gen Mann sah, der mit selt­sam hoch­ge­krem­pel­ten Trainerhosen auf einem Bett bei einer Tankstelle sass und rapp­te, dass es eine wah­re Freude war. Wie sich her­aus­stell­te, war die­ser Mann Basil Anliker aka Baze und …

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Otto Klemperer

Von Heinrich Aerni – Eine neue Biographie von Eva Weissweiler: Otto Klemperer war wohl der bedeu­tends­te Dirigent, der je in Zürich ein regel­mäs­si­ges Engagement inne­hat­te, neben Carlos Kleiber, der eben­falls in den 1960er Jahren am Stadttheater tätig war, es aber nur gera­de zwei Spielzeiten lang aus­hielt. Klemperers Zürcher Zeit war von unschö­nen Szenen bis hin …

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«…wir sassen stumm und alleine»

Von Karl Schüpbach – Der fol­gen­de Artikel war schwer in Worte zu fas­sen. Es waren aber Erinnerungen und Emotionen, die mich anläss­lich des 3. Concours Ernst Haefliger in Bern glei­cher­mas­sen in eine inne­re Enge trie­ben, weil sie impe­ra­tiv ver­lang­ten, in Form eines Artikels im Kulturmagazin ensui­te in Sprache geklei­det zu wer­den. Dabei leg­te sich mir …

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Ein Konflikt in umgekehrter Richtung

Von Luca D’Alessandro – im Gespräch mit Michael Zisman: Unter der kun­di­gen Leitung von Vater Daniel Zisman, begann der argentinisch‐​schweizerische Bandoneonist Michael bereits in jun­gen Jahren, in nam­haf­ten Tangoformationen mit­zu­wir­ken. Heute ist er selbst als Solist und Bandleader unter­wegs, und in zehn Projekten enga­giert. Sein Repertoire umfasst Latin‐, Tango‐, Freestyle‐ und Jazzkompositionen. Ein brei­tes Spektrum: …

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Auf dem Weg nach Swatka City

Von Till Hillbrecht – Der neue Berner Stadtteil ist Zukunftsmusik: Es stand schon schlech­ter um die Muse in der Schweizer Hauptstadt. Der Abstimmungskampf um die Reithalle trieb musi­ka­li­sche Blüten in die Höhe, und es fin­det sich auch ein ste­tig wach­sen­des Publikum für hei­mi­sches Musikschaffen. Dennoch: Abgesehen von Müslüms Hitsong über Erich Hess hat das Jahr …

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Tama senza Variazioni

Von Karl Schüpbach – Bis zum Überdruss habe ich, lie­be Leserin, lie­ber Leser, in unse­rem Kulturmagazin ensui­te die ver­hee­ren­de Tatsache beklagt, dass die Übermacht des Geldes die Kultur und die Kulturschaffenden immer wie­der in eine Statistenrolle zwingt. Neuesten Anlass zu har­scher Kritik bie­ten die Vorgaben, wel­che die Regionalkonferenz Bern Mittelland (RK) in die Konsultation schickt. …

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TRAVESÍAS

Von Lorenz Hasler – Das Sextett Travesías und vier­zig jugend­li­che Sänger und Instrumentalisten aus Cuba prä­sen­tie­ren am 10. September das Programm Travesías 2010 um 10 Uhr im Berner Münster. Der Untertitel «músi­ca popu­lar con­tem­porá­nea» ist Profil und Absicht zugleich:

músi­ca – Lieder und Instrumentalstücke für Solisten, Sextett, Chor und Orchester
popu­lar – Kompositionen und Texte …

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Gamebois

Von Ruth Kofmel – Die zwei dem Soul zuge­neig­ten Jungs von den Gamebois haben nach ihrem Erstling «If I Ever» ihr neu­es Album «Loops» nach­ge­legt.

Der Entstehungsprozess die­ser Band ist viel­leicht ein gutes Beispiel dafür, wie die Musikförderung in der Schweiz im Idealfall Antrieb sein kann, an einer Sache dran zu blei­ben. 2007 schu­fen die zwei …

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Reise in eine vergangene Zukunft

Von Luca D’Alessandro – Immanuel Brockhaus ist der Injaztigator. Der Keyboarder voll­zieht auf sei­nem Album «Return To A Past Future» eine Zeitreise in die Siebziger, um von dort aus den Blick in die Zukunft zu wer­fen. Das Phantasiedenken der Siebziger fas­zi­niert ihn, «denn damals gehör­ten extra­ter­res­tri­sche Zukunftsvorstellungen zur Alltäglichkeit, die Menschen hat­ten Visionen von flie­gen­den Automobilen, …

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Die italienische note im Jazz

Von Luca D’Alessandro - Der Musiker und DJ Gerardo Frisina gehört zu den Schlüsselfiguren des unab­hän­gi­gen Mailänder Jazzlabels Schema Records. Mit sei­nen Produktionen hat er den ita­lie­ni­schen Jazz mass­geb­lich mit­ge­prägt. Seine Alben sind flüs­sig, sinn­lich und mediterran‐​melodisch. So auch das aktu­el­le Werk «Join The Dance».

Gerardo Frisina, dein Jazz hat eine typisch ita­lie­ni­sche Note: Er

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Reitschule beatet mehr

Von Ruth Kofmel – Unser ers­tes Mal: Es ist viel­leicht müh­sam und sicher­lich ziem­lich frag­wür­dig, dass man­che Männer ein der­ar­ti­ges Problem mit der Reitschule haben, so dass es immer mal wie­der zu einer Abstimmung kom­men muss; soll es sie in ihrer jet­zi­gen Daseinsform noch geben oder möch­ten wir nicht doch lie­ber ein Gebäude, das nach …

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Säbeli Bum – Ein grosser Schritt für die Integration

Von Corine Hofer – «Säbeli Bum – Säbeli ist abge­lei­tet von Piratensäbel, und das Bum, das steht für die Musik. Bum.» So erklärt die Mitorganisatorin Felicia Kreiselmaier den spe­zi­el­len Namen des Festivals, das am 21. August bereits zum zwei­ten Mal im Lorrainebad über die Bühne gegan­gen ist. Das Säbeli Bum zeigt ein inte­gra­ti­ves Fest, das

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Murten Classics 2010 – Iberia

Von Kaspar Zehnder – Als sich am 11. Juli die spa­ni­schen Fussballer anschick­ten, Weltmeister zu wer­den, wur­de viel­leicht noch kurz dis­ku­tiert, ob der Stil der Nationalmannschaft eher Real Madrid oder dem FC Barcelona ent­sprä­che, vor allem aber staun­ten vie­le Basken, Katalanen oder Valencianer, und im übri­gen auch die Kastillaner selbst über ihr plötz­lich erwach­tes Nationalgefühl …

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Zürcher Festspiele 2010 – Eine Nachlese

Von Heinrich Aerni - Was tun, wenn es einem nicht ver­gönnt war, die gros­sen Festspiel‐​Orchesterkonzerte mit legen­dä­ren Altmeistern und genia­len Neulingen am Dirigentenpult zu besu­chen? Während sich im Bereich der popu­lä­ren Musik die Besprechung von Konzerten und Platten‐​Neuerscheinungen weit­ge­hend ins Internet ver­la­gert hat, kann man im Bereich der Klassik wie vor hun­dert Jahren und noch …

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