28. Juli 2019

Das Schöne an der Belle Epoque

Von Thomas Kohler — Der Erste Weltkrieg set­zte vor 99 Jahren der Belle Epoque ein jäh­es Ende. Doch die schöne Epoche ist auch heute noch zu find­en. Bloss in Spurenele­menten zwar – aber in wahren Kleinoden.

Ein oder zwei Mal im Monat leiste ich mir einen per­sön­lichen Kostüm­ball. Ich werfe mich in meinen Nadel­streife­nanzug mit …

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Küssen müssen

Von Luca Zac­chei — Die ital­ienis­che Hochzeit sieht zwis­chen 30 und 300 Gäste vor. Die Zahl der Ein­ge­lade­nen passt sich den kul­turellen Gegeben­heit­en an: Je südlich­er man nach Ital­ien vor­dringt, desto näher liegt die Gren­ze bei 300 Leuten. Die Schulden, welche für dieses wichtige Ereig­nis gemacht wer­den, nehmen süd­wärts eben­falls lin­ear zu. Vielle­icht ist dies …

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27. Juli 2019

Alkohol Die mächtigste Droge der Welt

Von Wolf­gang P. Schwelle - Fort­set­zung, Teil 2: Soziales Schmier­mit­tel erster Güte. «Geh in einen Raum mit 20 Frem­den. Solange alle nüchtern sind, wird kaum ein­er mit den anderen reden. Gib ihnen Alko­hol, und sie wer­den eine wilde Par­ty feiern», sagte der Autor des Kult­buchs Die feine Art des Saufens, der US-Amerikan­er Frank Kel­ly Rich, …

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23. Juli 2019

Aufs Ross gekommen

Von Bar­bara Roel­li — Auch beim Apéro ist der Pfer­de­fleisch-Skan­dal das The­ma. Es fängt bere­its damit an, dass ich beim Trai­teur einige Canapés dafür aus­suche. Er emp­fiehlt mir die Vari­ante mit Tar­tar. Dies sei aus ganz frischem zartem Rind­fleisch gemacht, mit wenig Salz und nicht über­würzt, wie es auf manchen Canapés so ist. Und ja …

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Alkoholsucht: Eine Montage

Ich danke den Autoren Sig­mund *Freud, Knut °Ham­sun, Jack ˇLon­don und ihren Über­set­zern J. °Sand­meier, S. °Anger­mann und E. ˇMag­nus. Schnitt: Michael Zwick­er 

*Man kann sich des Ein­drucks nicht erwehren, dass die Men­schen gemein­hin mit falschen Massstäben messen. °Ich öffnete das Fen­ster und sah hin­aus. ˇNatür­lich ist ein per­sön­lich­es Beken­nt­nis nicht voll­ständig, wenn es nicht …

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Bürolisten überlisten

Von Luca Zac­chei — Die Bürokratie ist eine lei­di­ge Sache. Mal Hand aufs Herz: Wer gibt schon gerne Adress- und Zivil­stand­sän­derun­gen an Ämter und Unter-Ämter bekan­nt und kämpft sich durch dreis­prachige For­mu­la­re? Obwohl die ital­ienis­che Bürokratie mit nur ein­er Sprache auskommt, ist sie noch undurch­sichtiger und verzwick­ter als die hel­vetis­che. Wer die buro­crazia ital­iana per­sön­lich …

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19. Juli 2019

Engel der Vernunft

Von Bar­bara Roel­li — Let­zthin beim Apéro: Es gab Thun­fisch-Canapés – eine zart­beige Paste bedeck­te die Toastscheiben, die typ­is­che Faserung des Fis­ches noch sicht­bar, ver­fein­ert mit May­on­naise und wohl einem Klacks Crème fraîche, abgeschmeckt mit weis­sem Pfef­fer. Wir stiessen an mit Chas­se­las. Der Seewein umspülte die samtige Paste, und meine Knie wur­den weich. Wir beim …

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18. Juli 2019

Zurück zum Film

Von Thomas Kohler — In einem Siegeszug, der nur mit dem Wech­sel vom Vinyl zur CD zu ver­gle­ichen ist, hat die dig­i­tale Knipserei in den ver­gan­genen zehn Jahren die analoge Fotografie vom Tisch gefegt. Auch im pro­fes­sionellen Ein­satz ist die dig­i­tale Fotografie heute abso­lut unent­behrlich. Doch: ist die Analog­fo­tografie gän­zlich ver­schwun­den? Nicht wirk­lich: Ein weltweit

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Brückenbauer zwischen Kulturen

Von Bet­ti­na Hers­berg­er — Manuel Bauer engagiert sich für eine bessere Welt. Mit sein­er Arbeit begin­nt er dort, wo andere aufhören. Seine Fotore­portage über eine Flucht aus Tibet erregte inter­na­tionales Aufsehen.

Er macht es sich bequem auf dem abgewet­zten Ohrens­es­sel in ein­er Ecke des Basler Lit­er­aturhaus-Cafés «Kaf­ka am Strand». Das Bücher­re­gal neben ihm erin­nere ihn …

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Zwischen Bunga Bunga und Bingo Bongo

Von Luca Zac­chei — Fernseh­pro­gramme wiedergeben die Wertvorstel­lun­gen eines Lan­des ziem­lich genau. Für die Sec­on­dos stellt der Fernse­her zudem eine medi­ale Nabelschnur zur Heimat dar. La TV ital­iana ist sowohl inhaltlich wie auch akustisch anders als diejenige der Eidgenossen. Im Ver­gle­ich zum Schweiz­er Fernse­hen sprechen bzw. schreien die ital­ienis­chen Mod­er­a­toren zir­ka 30 Dez­i­bel höher. Die …

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