Wir laden zur Zeit das Archiv hoch. Deswegen hat es viele "alte" Artikel auf der Webseite.
Wir bitten um Geduld, wir haben viel geschrieben in den Jahren seit 2003 ...

BRAFA 2019: Fureur du collectionneur oder Bendego wird überleben

Von Anna Vogelsang - So vie­le bet­teln­de und ver­lo­re­ne Seelen habe ich zum letz­ten Mal Mitte der 90er‐​Jahre auf den Strassen mei­nes gelieb­ten St. Petersburg gese­hen. Doch ich bin im Heute und Jetzt, in der Stadt des EU‐​Parlaments, des NATO‐​Hauptquartiers und des welt­weit erfolg­rei­chen Kunsthandels. Wegen Letzterem bin ich hier. Auf dem zwei­tä­gi­gen Programm steht …

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Mit der Kunst lieben lernen

Von Jarom Radzik – Ein Essay mit Fortsetzung, 3. Folge, Finale: In der drit­ten und letz­ten Folge von «Mit Kunst lie­ben ler­nen» wen­den wir uns noch ein­mal einem wich­ti­gen Aspekt des Kunstschaffens zu: Dem eigent­li­chen Beziehungsmotor und bes­ten Indikator dafür, ob über­haupt von einer leben­di­gen Beziehung gespro­chen wer­den kann. Einsichten aus Kunst und Psychologie.

Wahrscheinlich …

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Balthus bei Beyeler – Ausstellung und Katalog

Von François Lilienfeld - Es ist schon fast eine Binsenwahrheit, wenn man von der hohen Qualität der Kataloge,  die von der Beyeler‐​Stiftung  in Riehen publi­ziert wer­den, schreibt. Auch bei der Balthus‐​Austellung, die noch bis zum 1. Januar 2019 zu sehen ist, beein­druckt sowohl die Qualität der Reproduktionen wie der Kommentare. Raphael Bouvier, der Herausgeber, hat …

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Mit der Kunst lieben lernen

Von Jarom Radzik – Ein Essay mit Fortsetzung 2. Folge: In der zwei­ten Folge von «Mit Kunst lie­ben ler­nen» befas­sen wir uns mit der Frage, war­um es auch in der Beziehungskonstellation zwi­schen Künstler und Kunstwerk zu Beziehungsstress und Reibereien kommt. Die Betrachtung mensch­li­cher Beziehungs‐​Schlachtfelder bie­tet erstaun­li­che Einsichten und lässt uns ver­ste­hen, war­um auch Künstler und

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Mit der Kunst lieben lernen

Von Jarom Radzik – Ein Essay mit Fortsetzung: Redaktioneller Hinweis: Folgende Personenkategorien soll­ten den Inhalt die­ses Beitrages nicht lesen: Menschen unter 18 Jahren, Menschen mit Beziehungsschaden, Menschen mit Beziehungswunsch und ins­be­son­de­re Menschen, die in intak­ten Beziehungen ste­hen und dort blei­ben möch­ten.

Um es gleich vor­weg zu neh­men, es gibt vie­le Geschichten, in denen ein Kunstwerk …

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Liebe kunst, erzähl doch mal

Von Jarom Radzik – Erzählungen. Sie stif­ten Sinn, Erinnerung, Identität, Zusammenhalt und sogar Wirklichkeit. Der Mensch lebt in Erzählungen und durch sie. In einer Welt vol­ler Erzählsplitter ist Kunst zur Herrin der Versatzstücke gewor­den. Will Kunst dem Menschen ein wah­res Gegenüber sein, muss sie wie­der erzäh­len ler­nen.

Schon vor gerau­mer Zeit geis­ter­te durch die Medien …

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Kunst zwischen Apfelkuchen und Anrufbeantworter

Von Rebecka Domig und Sonja Gasser – Ein Gespräch mit Chantal Michel auf dem Schloss Kiesen: Zahlreiche Ausflügler und Kunstbegeisterte durch­wan­der­ten vier Monate lang die Gemeinde Kiesen. Ziel war das Schloss, auf einem bewal­de­ten Hügel gele­gen. In zwan­zig Räumen zeig­te Chantal Michel eige­ne Werke. Ihre Foto‐ und Videoarbeiten hat­te sie in stim­mi­ge Rauminstallationen ein­ge­bun­den, die

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Kunst + Therapie = Kunsttherapie

Von Barbara Neugel – So ein­fach ist es natür­lich nicht, dass man sagen kann, dass Kunst und Therapie zusam­men Kunsttherapie erge­ben. Da steckt schon viel mehr dahin­ter. In der Schweiz gibt es zur­zeit eini­ge weni­ge Aus‐ bezie­hungs­wei­se Weiterbildungen, die sich mit Therapie und ver­schie­de­nen Arten von Kunst – sei es Malen, Arbeiten mit Ton usw. …

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Die Stadt als Atelier

Von Jasmin Amsler – Street Artist Silis gibt Einblick in die welt der anony­men Stickerkünstler: Ob Höhlenmalereien in der Steinzeit, bun­te Wandbilder in alt­ägyp­ti­schen Grabstätten oder Kritzeleien und Reklamen auf Mauern im anti­ken Rom – Wandbemalungen zu künst­le­ri­schen, wer­ben­den oder poli­ti­schen Zwecken fin­den wir in jeder Epoche; eine Ausnahme bil­det auch die Neuzeit nicht. Zum …

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Denkmal für Billy

Von Hans Baumann - Der Name Billy ist die Koseform des Vornamens William und wird auch ger­ne als Pseudonym ver­wen­det.  Aber es gibt ihn auch als Familiennamen, als Ortsnamen und er bezeich­net eine Hunderasse, ein Computerspiel und eben das Regalsystem von IKEA. Billy klingt sanft, freund­schaft­lich, kum­pel­haft, und so passt er zu einem ele­men­ta­ren Möbelstück, …

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Der Fado zu Gast in La Chaux‐​de‐​Fonds

Von François Lilienfeld – Im Musée d’Histoire La Chaux‐​de‐​Fonds kann eine bemer­kens­wer­te Ausstellung besucht wer­den, bestückt mit reich­hal­ti­gem Bild‐ und Tonmaterial, das vom Fado‐​Museum Lissabon zur Verfügung gestellt wur­de.

Der Fado gehört zu Portugal wie die Samba zu Brasilien oder der Csárdás zu Ungarn. Er ent­stand in Lissabon um 1830 her­um, geformt von loka­len Traditionen …

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Graphik – Eine Reise durch die Jahrhunderte

Von François Lilienfeld - Die Region Languedoc‐​Roussillon, zwi­schen Nîmes und der spa­ni­schen Grenze gele­gen, ist ver­wöhnt, was Museen auch in klei­ne­ren Ortschaften betrifft. So kann die Stadt Lodève, im Département de l’Hérault, sich rüh­men, eines der aktivs­ten Kunstmuseen Frankreichs zu besit­zen, und das bei etwa 8000 Einwohnern! Das Museum wird im Moment ver­grö­ßert, die Wiedereröffnung …

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Auf bedrohliche Stille folgt der Lärm der Politik

Von Jean‐​Luc Froidevaux - Er habe als Kind jeden Flugzeugtyp, jede Rakete und jedes Kaliber allein vom Geräusch her benen­nen kön­nen und genau her­aus­ge­hört, ob von ihm weg‐ oder auf ihn zuge­feu­ert wur­de, erin­nert sich ein Musiker der Bürgerkriegsgeneration. «Machte es ziiisssssch, so, flog die Bombe genau auf dein Haus zu und du muss­test schleu­nigst …

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Paul Senn – revidiert präsentiert

Von Monika Schäfer - «Diese gro­ben, fast trot­zig hin­ge­zeich­ne­ten Linien! Alles schien mir so ein­deu­tig auf die­sen Bildern von arbei­ten­den und fleis­si­gen Schweizern. Da wer­den kei­ne Fragen gestellt, nichts wird ange­zwei­felt. Ein Optimismus wird da ver­brei­tet, der einen Heutigen krank machen kann.» Mit die­sen har­schen Worten beschreibt Bernhard Giger 1982 den Eindruck, der eine ers­te …

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Der herrliche Brandstifter

Von Helen Lagger - Monstershow im Centre Pompidou, Wiederbelebung des Cabaret Voltaire und nun im Zürcher Kunsthaus eine Ausstellung über André Breton: Dada ist wie­der en vogue! Was ist von Dada geblie­ben und was passt noch in unse­re Zeit? Die Ausstellung im Zürcher Kunsthaus geht von der These aus, dass Dadas Beitrag zur Kunstgeschichte vor …

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Stil ist Betrug

Von Dominik Imhof - Was Willem de Kooning (1904−1997) als Maler seit sei­nen Anfängen in den Dreissigerjahren geschaf­fen hat, kann nicht hoch genug ein­ge­schätzt wer­den. Er war einer der wich­tigs­ten Vertreter des «Abstrakten Expressionismus», aber nicht nur das, er war einer der bedeut­sams­ten Künstler der USA über­haupt. Nie hat er sich einer gera­de vor­herr­schen­den Kunstströmung …

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