Wir laden zur Zeit das Archiv hoch. Deswegen hat es viele "alte" Artikel auf der Webseite.
Wir bitten um Geduld, wir haben viel geschrieben in den Jahren seit 2003 ...

Die Stadt als Atelier

Von Jas­min Amsler — Street Artist Silis gibt Ein­blick in die welt der anony­men Stick­erkün­stler: Ob Höh­len­malereien in der Steinzeit, bunte Wand­bilder in altä­gyp­tis­chen Grab­stät­ten oder Kritzeleien und Rekla­men auf Mauern im antiken Rom – Wandbe­malun­gen zu kün­st­lerischen, wer­ben­den oder poli­tis­chen Zweck­en find­en wir in jed­er Epoche; eine Aus­nahme bildet auch die Neuzeit nicht. Zum …

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Denkmal für Billy

Von Hans Bau­mann - Der Name Bil­ly ist die Kose­form des Vor­na­mens William und wird auch gerne als Pseu­do­nym ver­wen­det.  Aber es gibt ihn auch als Fam­i­li­en­na­men, als Ort­sna­men und er beze­ich­net eine Hun­derasse, ein Com­put­er­spiel und eben das Regal­sys­tem von IKEA. Bil­ly klingt san­ft, fre­und­schaftlich, kumpel­haft, und so passt er zu einem ele­mentaren Möbel­stück, …

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Der Fado zu Gast in La Chaux-de-Fonds

Von François Lilien­feld — Im Musée d’Histoire La Chaux-de-Fonds kann eine bemerkenswerte Ausstel­lung besucht wer­den, bestückt mit reich­haltigem Bild- und Ton­ma­te­r­i­al, das vom Fado-Muse­um Liss­abon zur Ver­fü­gung gestellt wurde.

Der Fado gehört zu Por­tu­gal wie die Sam­ba zu Brasilien oder der Csárdás zu Ungarn. Er ent­stand in Liss­abon um 1830 herum, geformt von lokalen Tra­di­tio­nen …

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Graphik – Eine Reise durch die Jahrhunderte

Von François Lilien­feld - Die Region Langue­doc-Rous­sil­lon, zwis­chen Nîmes und der spanis­chen Gren­ze gele­gen, ist ver­wöh­nt, was Museen auch in kleineren Ortschaften bet­rifft. So kann die Stadt Lodève, im Départe­ment de l’Hérault, sich rüh­men, eines der aktivsten Kun­st­museen Frankre­ichs zu besitzen, und das bei etwa 8000 Ein­wohn­ern! Das Muse­um wird im Moment ver­größert, die Wieder­eröff­nung …

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Auf bedrohliche Stille folgt der Lärm der Politik

Von Jean-Luc Froide­vaux - Er habe als Kind jeden Flugzeug­typ, jede Rakete und jedes Kaliber allein vom Geräusch her benen­nen kön­nen und genau her­aus­ge­hört, ob von ihm weg- oder auf ihn zuge­feuert wurde, erin­nert sich ein Musik­er der Bürg­erkriegs­gen­er­a­tion. «Machte es zii­isssss­ch, so, flog die Bombe genau auf dein Haus zu und du musstest schle­u­nigst …

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Paul Senn — revidiert präsentiert

Von Moni­ka Schäfer - «Diese groben, fast trotzig hingeze­ich­neten Lin­ien! Alles schien mir so ein­deutig auf diesen Bildern von arbei­t­en­den und fleis­si­gen Schweiz­ern. Da wer­den keine Fra­gen gestellt, nichts wird angezweifelt. Ein Opti­mis­mus wird da ver­bre­it­et, der einen Heuti­gen krank machen kann.» Mit diesen harschen Worten beschreibt Bern­hard Giger 1982 den Ein­druck, der eine erste …

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Der herrliche Brandstifter

Von Helen Lag­ger - Mon­ster­show im Cen­tre Pom­pi­dou, Wieder­bele­bung des Cabaret Voltaire und nun im Zürcher Kun­sthaus eine Ausstel­lung über André Bre­ton: Dada ist wieder en vogue! Was ist von Dada geblieben und was passt noch in unsere Zeit? Die Ausstel­lung im Zürcher Kun­sthaus geht von der These aus, dass Dadas Beitrag zur Kun­st­geschichte vor …

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Stil ist Betrug

Von Dominik Imhof - Was Willem de Koon­ing (1904–1997) als Maler seit seinen Anfän­gen in den Dreis­siger­jahren geschaf­fen hat, kann nicht hoch genug eingeschätzt wer­den. Er war ein­er der wichtig­sten Vertreter des «Abstrak­ten Expres­sion­is­mus», aber nicht nur das, er war ein­er der bedeut­sam­sten Kün­stler der USA über­haupt. Nie hat er sich ein­er ger­ade vorherrschen­den Kun­st­strö­mung …

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Kunsttheoretischer Nachlass aus dem Überseekoffer

Von Anna Sheryako­va - Stellen sie sich vor: Ihnen wird ein alter Überseekof­fer vor die Türe gestellt. Darin befind­en sich Map­pen mit unzäh­li­gen losen Blät­tern. Zum grössten Teil sind sie nicht numeriert und zeigen keinen direk­ten Zusam­men­hang. Sie lesen die ersten gekritzel­ten Seit­en und die Geschichte begin­nt sich zu for­men und sie hineinzuziehen. Und so …

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Ein Blick in den sowjetischen Alltag

Von François Lilien­feld - Eine erstaunliche Ausstel­lung führt uns in eine Welt, die unendlich fern scheint, obwohl sie erst seit etwas mehr als einem Viertel­jahrhun­dert ver­schwun­den ist. Das Musée des Beaux-Arts La Chaux-de-Fonds zeigt „L’Utopie au quo­ti­di­en – Objets sovié­tiques 1953–1991“.

Wie lebten die Men­schen in der Sow­je­tu­nion nach Stal­ins Tod? Wie (un)frei waren sie? …

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SWISS POP

Von Anabel von Schön­burg - Dass Pop Art auch ohne die Bilder­flut ein­er wirk­lich grossen Stadt entste­hen kon­nte beweist eine Son­der­schau im Aar­gauer Kun­sthaus Aarau, die auss­chliesslich mit schweiz­erischen Pop Art-Werken bestückt ist. Nach rund fün­fzig Jahren ist Pop Art wieder ange­sagt — so Madeleine Schup­pli, Direk­torin des Haus­es. Das The­menge­bi­et ist bish­er kaum kun­sthis­torisch …

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Unterschiedliche Wege zu Klee

Von Jean-Luc Froide­vaux - „Die per­fek­te Kulisse für einen Agen­ten­thriller.“ Wie recht Markus Klopf­stein hat, wird mir bewusst, als der Facil­i­ty Man­ag­er die geplante Sicher­heitss­chleuse erk­lärt. Hier muss der Mitar­beit­er durch, der das Zen­trum Paul Klee als erster betritt oder als let­zter ver­lässt alleine. „Damit Geisel­nehmer keine Chance haben“, schmun­zelt Herr Klopf­stein.

Die Besuch­er hinge­gen …

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Das Unmögliche malen“

Von François Lilien­feld - So lautet der Unter­ti­tel ein­er ungewöhn­lichen Ausstel­lung in der Fon­da­tion Pierre Gianad­da in Mar­tigny (VS). Drei Maler sind mit zusam­men etwa 60 Werken vertreten: Fer­di­nand Hodler (1853–1918), Claude Mon­et (1840–1926) und Edvard Munch (1863–1944).

Die Bilder sind solcher­massen aufge­hängt, dass man einen direk­ten Ver­gle­ich ziehen kann zwis­chen der Art und Weise, …

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Klingende Stille

Von Helen Lag­ger - Das Palais de Tokyo in Paris zeigt das Uni­ver­sum des vor drei Jahren ver­stor­be­nen Kün­stlers Chen Zhen. Dessen Haup­tan­liegen war es, men­schliche Los zu ver­ste­hen und zu verbessern.

Das Palais de Tokyo im schö­nen 16.Arrondissement, einen Stein­wurf vom musée d’art mod­erne ent­fer­nt, ist immer wieder einen Besuch wert. Die Stim­mung ist …

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Stimme der Verstummten

Von Helen Lag­ger - Abtrei­bungs­geg­n­er, ver­armte Kinder in Hal­loween-Kostü­men, Ku Klux Clan­Mit­glieder, Fettsüchtige, Baby Con­test-Gewin­ner und Obdachlose. Sie alle begeg­nen uns auf Mary Ellen Marks Foto-Odyssee durch die ver­rückt-faszinierende USA. Any­thing goes! Das Photo­fo­rum PasquArt zeigt zurzeit in ein­er Schweiz­er Pre­miere Fotos ein­er der her­aus­ra­gend­sten Per­sön­lichkeit­en der sozial-doku­men­tarischen Fotografie. Die Ausstel­lung „Amer­i­can Odyssey“ zeigt die …

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RIVERS and TIDES — Andy Goldsworthy working with time

Von Lukas Vogel­sang - Weltweit ist er bekan­nt gewor­den durch seine beza­ubernde Naturkun­st, die für uns meis­tens nur auf Fotos in seinen Büch­ern zu bewun­dern ist. Allein in Deutsch­land sind seine Büch­er die meistverkauften Kun­st­bände der let­zten Jahre und haben ihn — vielmehr als seine Ausstel­lun­gen — zu einem Star der inter­na­tionalen Kun­st­szene gemacht. Trotz­dem …

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