Wir laden zur Zeit das Archiv hoch. Deswegen hat es viele "alte" Artikel auf der Webseite.
Wir bitten um Geduld, wir haben viel geschrieben in den Jahren seit 2003 ...

Wir erinnern an

Von Peter J. Betts – «Wir erin­nern an die­se bemer­kens­wer­te Frau, die am 21. Juni 2009 hun­dert­jäh­rig gewor­den wäre, heu­te Abend in der Passage zwei», sagt der Moderator in der Mattinata auf DRS 2 am 25. September. Ein Zweck sei­ner Kurzvorausschau auf das Abendprogramm wäre wohl erreicht wor­den: Der Satz bleibt haf­ten. Auf den zuvor genann­ten …

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Die Flagge

Von Peter J. Betts - Die Flagge strei­chen? Bis jetzt habe ich immer behaup­tet, Kultur sei alles, was nicht Natur ist. Ich bin geneigt, dies noch immer (etwas lei­ser viel­leicht?) zu behaup­ten. Nicht, weil ich heu­te in der «Mattinata» gehört hat­te, Cecilia Bartoli sei wirt­schafts­wirk­sam (ein Begriff, der offen­bar zum Modeausdruck zu wer­den droht), auf …

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Ich brauche Kunst wie Sauerstoff

Von Jarom Radzik – Ein Interview über Kunst, ihren Nutzen, ihre Entwicklung, ihre Schöpfer und über einen Galeristen, der Kunst braucht wie ande­re Sauerstoff. Ein Gespräch mit Raphael Rigassi, Berner Galerist.

Herr Rigassi, noch immer ste­hen wir im Zeitalter der Krise. Was mei­nen Sie dazu?

Krise? Wohl eher Ausnüchterung vom Konsum. Das glei­che gilt für …

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Individualitätsverlust

Von Isabelle Haklar – Die Schuld gebe ich mei­nem «iPod Touch», den ich mir kurz vor Weihnachten geschenkt habe. Denn er war es, der mich in die Welt der «Apps» ein­führ­te, mir das Mailen in der Badewanne oder das Anschauen des ver­pass­ten «Reporter» im Zug nach Thun, mor­gens um 7h, ermög­lich­te. Er war es auch, …

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so rosa

Von Peter J. Betts – «so rosa /​ wi du rosa /​ bisch /​ so rosa /​ isch /​ ke loui süsc» – dies ist die ers­te der bei­den Strophen von Kurt Martis bekann­tes­tem Exponat in einem Zyklus von vier­zig Werken in Berner Umgangssprache (Copyright by Hermann Luch‐​terhand‐​Verlag, 1967). Das Gedicht und der Zyklus heis­sen …

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Schafe für das Zürcher Lighthouse

Von Jaron Radzik – Sie sind wie unse­re Bewohner. Sie kom­men und gehen wie­der, spricht Erika Hüsler wie zu sich selbst. Erika Hüsler ist Leiterin des Zürcher Lighthouse, des Kompetenzzentrums für Palliative Care. Mit ihren freund­li­chen, dun­kel­blau­en Augen in einem fal­ten­lo­sen Gesicht strahlt sie Feingefühl, Fröhlichkeit, aber auch Kompetenz aus. Eine wert­vol­le Kombination von Eigenschaften

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Wer sich nicht

Von Peter J. Betts - «Wer sich nicht an den Tisch setzt, läuft Gefahr, auf dem Teller zu lan­den», so fidel – sinn­ge­mäss aus einer Tageszeitung zitiert – der neu­es­te Massimo Leader von «Die Post», «La Poste», «La Posta» (gemäss den Gelben Seiten des Nachschlagewerkes die­ses auf Kommunikation spe­zia­li­sier­ten Betriebes hat sich etwa die vier­te …

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Mesnschen & Medien: Macht Medien! – Machtmedien!

Von Lukas Vogelsang – David Bosshart, Leiter des Gottlieb‐​Duttweiler‐​Instituts, hat mir aus einem hoff­nungs­vol­len Herz gespro­chen, als er in einem Interview am Weihnachtstag vom Ende des «Bullshit» sprach. «Wir alle quat­schen und quas­seln, dröh­nen und stöh­nen, jau­len und krau­len immer mehr, modern gesagt: Wir kom­mu­ni­zie­ren und infor­mie­ren uns immer mehr. Auf immer mehr Kanälen. Das …

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Menschen & Medien: Sex, Drugs und Rock’n’Roll

Von Lukas Vogelsang – In der Dezemberausgabe vom ita­lie­ni­schen «Rolling Stones» wur­de Silvio Berlusconi zum Rockstar des Jahres gewählt. Der 73‐​jährige hat vor allem mit sei­nem Lebensstil über­zeugt, wahr­schein­lich auch wegen sei­ner Absicht (die wird hart­nä­ckig seit Jahren auf­recht erhal­ten), eine eige­ne Musik‐​CD mit Liebesliedern her­aus­zu­ge­ben. So abwe­gig ist aller­dings der Rockstar‐​Berlusconi gar nicht, denn …

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Tour de Lorraine 10 – Alternativen säen

Von Alwin Egger – Es sind wahr­lich kei­ne gute Zeiten für die Linke zu Beginn des neu­en Jahrzehnts. Insbesondere gilt das für die schwei­ze­ri­sche Linke, die es nicht schafft, die wich­ti­gen sozia­len Fragen ins Zentrum der poli­ti­schen Auseinandersetzung zu rücken. Während die Folgen der Finanz‐ und Bankenkrise eine Umverteilung von unten nach oben in unglaub­li­chem

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Die Basis der Politik ist

Von Peter J. Betts – Die Basis der Politik ist eigent­lich Kultur. Die Kultur der Einzelnen und der Gemeinschaft. C’est la vie. Weltweit Abermillionen von Vertriebenen, die in Lagern, Slums oder bei Verwandten, Befreundeten – oft eben­falls unter sehr pre­kä­ren Verhältnissen – ihr zuneh­mend küm­mer­li­ches und hoff­nungs­lo­ses Leben fris­ten. Das durch Setzen unse­rer Prioritäten kon­se­quen­te …

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Keiner mag ihn hören

Von Peter J. Betts – «Keiner mag ihn hören, kei­ner sieht ihn an, /​ Und die Hunde knur­ren um den alten Mann. /​ Und er lässt es gehen, alles wie es will», so lau­ten drei Zeilen aus dem letz­ten Lied von Schuberts «Winterreise». Der Titel: «Der Leiermann», und den Text hat Wilhelm Müller (genannt Griechen‐​Müller) …

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Wenn Berner Medien tagen

Von Lukas Vogelsang – Es kommt mir vor wie ein Besuch in einem Sozitreff. Der 19. Berner Medientag ist besucht von hoff­nungs­vol­len VisionistInnen, die nichts zu sagen haben, ent­las­se­nen GewerkschaftlerInnen, die viel for­dern, und einem Mittelfeld, wel­ches man sofort ver­ges­sen hat. Ich zäh­le mich zu der ers­ten Kategorie. Das Fordern der zwei­ten Gruppe ist nicht …

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KunstLiebeGeld

Von Jarom Radzik – Die Suche nach guter Kunst im Geld: Jeder weiss, mit Kunst lässt sich gut Geld ver­die­nen. Angebot und Nachfrage ver­tei­len Kunst bes­ser als jeder Weihnachtsmann. Nicht zuletzt, weil Kunst neben Autos, Häusern und leich­ten Mädchen als wirt­schaft­li­ches Statussymbol fun­giert, wird es in sei­ner Qualität in ers­ter Linie nach sei­nem Preis bemes­sen.

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«Kultur ist etwas vom Wichtigsten»

Von Barbara Neugel – Kultur fin­det über­all statt. Nur redet man nicht davon. Oder bes­ser: Man spricht nur von den soge­nann­ten Highlights, von Kulturveranstaltungen, die in gros­sen und grös­se­ren Städten statt­fin­den, von gros­sen Künstler‐​innen und Künstlern. Man geht hin zum Sehen und Gesehen wer­den. Nun, das sind ja alles Klischees. Und trotz­dem ist etwas Wahres …

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Management, das:

Von Ralf Wetzel – Lexikon der erklä­rungs­be­dürf­ti­gen Alltagsphänomene 2: Machen wir uns nichts vor, es ist ernst, wirk­lich ernst. Dem Patienten geht es nicht gut. Das Management der heu­ti­gen Organisation hat in den letz­ten Monaten und Jahren extrem kör­per­lich, psy­chisch und sozi­al abge­baut. Indizien wie Zucken von sozia­len Augenbrauen und Mundwinkeln, Sprachstörungen (inko­hä­ren­te Logorrhoe) sowie …

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