Wir laden zur Zeit das Archiv hoch. Deswegen hat es viele "alte" Artikel auf der Webseite.
Wir bitten um Geduld, wir haben viel geschrieben in den Jahren seit 2003 ...

Seit jeher unterwegs: Literarische Fragmente 16

Von Konrad Pauli – Ein Schriftsteller, viel­leicht gar Dichter – wobei’s Leute gab, die einen Unterschied zwi­schen bei­den trotz aller frag­wür­di­ger Anstrengung nicht aus­zu­ma­chen ver­moch­ten – ein Dichter also hat­te, um es äus­serst vor­sich­tig aus­zu­drü­cken – kei­nen Erfolg. Exakter gesagt: Auf sei­ne Veröffentlichung gab’s nicht das lei­ses­te Echo. Freilich hat­te er ein Buch geschrie­ben mit …

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Zufall der

Von Frank E.P Dievernich und Kurt Häberli – Lexikon der erklä­rungs­be­dürf­ti­gen Alltagsphänomene (VIII): 

Der Zufall ist ein wun­der­ba­res Mittel, eine abkür­zen­de Umleitung, um die undurch­schau­ba­re Komplexität des Lebens auf etwas Erklärbares, näm­lich den Zufall, zu redu­zie­ren. Willkommen also in der Welt der Tautologie! Beim Zufall, so Wikipedia, han­delt es sich um den Übergang von einer …

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Seit jeher unterwegs: Literarische Fragmente 15

Von Konrad Pauli – Gelegentlich wur­de er auf eine angeb­li­che Unfähigkeit hin­ge­wie­sen: Für die Zeitung war er unter­wegs in Paris, hat­te einen Bericht zu schrei­ben über eine Modigliani‐​Ausstellung. Als Mann der Presse hat­te er sich mühe­los den Katalog und die Dokumentation beschafft. Nun zwäng­te er sich Schrittchen für Schrittchen durch die Zuschauermenge, die ihm nur …

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Seit jeher unterwegs: Literarische Fragmente 14

Von Konrad Pauli – Es war die Zeit, in der vie­le Betriebsleiter und hohe Manager ver­ges­sen hat­ten, dass hin­ter dem Mitarbeiter oder in der Mitarbeiterin ein Mensch steck­te, der zwar sei­nen Lohn nicht umsonst zu ver­die­nen ver­mein­te, der frei­lich jedoch etwas ande­res war als ein blos‐​ser Funktionär und Quotenerfüller. Indessen hat­te die gan­ze Belegschaft Angst, …

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Seit jeher unterwegs: Literarische Fragmente 13

Von Konrad Pauli – In der Kindheit gab es die­se Quartierkriege – mit jenem Feuereifer aus­ge­tra­gen, der Schrammen und Beulen als Auszeichnungen qua­li­fi­zier­te und so klei­ne und grös­se­re Helden schuf. Hohheitsgebiete gab es zu ver­tei­di­gen, im Rhythmus der Jahreszeiten – weil: Der Feind war über­all und unbe­re­chen­bar. War’s län­ge­re Zeit zu fried­lich, half gele­gent­lich eine …

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Seit jeher unterwegs: Literarische Fragmente 12

Von Konrad Pauli – Unterwegs war er seit jeher. Unterwegs war er auch, wenn er zu Hause war, wenn er sich irgend­wo hin­setz­te und sich Gedanken mach­te. Allerdings: Wollte er sich Gedanken machen, blie­ben sie aus; oder sie waren von einer Qualität, dass sie sich leicht in die Kategorie der Unbrauchbarkeit abschie­ben lies­sen, sie also …

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100 Jahre Max Frisch

Von Belinda Meier – Max Frisch wäre im Mai 100 Jahre alt gewor­den, zugleich jährt sich sein Todestag zum 20. Mal. Was war er für ein Schriftsteller? Was für ein Mensch? Und was hin­ter­lässt er uns? Die vor­lie­gen­de klei­ne Reise durch Max Frischs Leben und Werk sucht nach Antworten.

Max Frisch, der heu­te zusam­men mit …

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Das Verdikt

Von Maja Beutler – Zum Roman Schwarze Kiste von Peter J. Betts: Der Plot des Romans Schwarze Kiste von Peter J. Betts gäbe einen reiz­vol­len Krimi ab: Sechs blut­jun­ge Leute ver­ur­tei­len den gemein­sa­men Freund Franz Xaver ein­stim­mig zum Selbstmord. Ihre Schuld an sei­nem Tod bleibt unent­deckt, aber die sechs kom­men ihrer Lebtag nicht mehr los

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«Ich weiss, da draussen wartet niemand auf mich»

Von Imelda Stalder – Nora Zukker (24), hat sich auf­ge­macht, Schriftstellerin zu wer­den. Ein paar Hürden hat sie schon bewäl­tigt, dass wei­te­re kom­men ist ihr klar. «Es braucht manch­mal Mut eine Entscheidung zu tref­fen, aber es öff­nen sich immer wie­der Türchen im Leben».
Ein ita­lie­ni­scher Espresso, so rich­tig stark, dazu eine Zigarette an einem son­ni­gen

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Mensch, der

Von Frank E.P Dievernich – LEXIKON DER ERKLÄRUNGSBEDÜRFTIGEN ALLTAGSPHÄNOMENE (FOLGE VII): Der Mensch ist eine gefähr­li­che Beschreibungskategorie. Er wird lau­fend bemüht, all­täg­lich wird auf ihn refe­riert. Im Mittelpunkt all unse­res Handelns steht der Mensch. Wir reagie­ren auf Menschen und wün­schen, dass Menschen auf uns reagie­ren. Wir sind so in unser Ebenbild ver­liebt, dass wir über­all …

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LESEZEIT Nr. 95

Von Gabriela Wild – Hin und wie­der wird Autoren und Autorinnen vor­ge­wor­fen, sie sei­en zu wenig poli­tisch, sie wür­den sich nicht an gesell­schaft­lich rele­van­ten Diskussionen betei­li­gen, wenig zur öffent­li­chen Meinungsbildung bei­tra­gen. David Grossman, israe­li­scher Schriftsteller, der im Oktober den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhal­ten hat, gibt dem Schreiben an sich eine poli­tisch rele­van­te Bedeutung.

In …

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Seit jeher unterwegs: Literarische Fragmente 11

Von Konrad Pauli – Der Mann ging am Meer ent­lang, kam an die Stelle, wo eine älte­re Frau den leb­lo­sen Körper einer andern Frau aus dem Wasser zu zie­hen ver­such­te. Sie hat­te gese­hen, wie ihre Schwester, Gesicht nach unten, im Wasser trieb – und aus eige­ner Kraft gelang es ihr nun nicht, die Ohnmächtige ans …

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LESEZEIT

Von Gabriela Wild – Alle Jahre wie­der, im Herbst, zie­he ich beson­ders ger­ne das Büchlein «Mitteilungen an Max» von Hildesheimer aus dem Regal. Nicht unbe­dingt wegen des ers­ten Satzes. Die kom­pli­zier­te Verschachtelung, die dem Leser gleich zu Beginn ent­ge­gen springt, wird man­chen abschre­cken: «Wieder ist, wie Du, lie­ber Max, wahr­schein­lich bereits fest­ge­stellt hast, ein Jahr …

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Seit jeher unterwegs: Literarische Fragmente 10

Von Kondrad Pauli – In Theaterbesuchen hat­te die jun­ge Frau, die allem Lärmigen und Betriebsamen ger­ne aus dem Wege ging, end­lich eine Schutz‐​Zone, ein Refugium gefun­den, wohin sie aus den Zumutungen des Tages flüch­ten konn­te. Während sie sich sol­cher­art mehr und mehr abschirm­te, sich aus man­chem her­aus­hielt, freu­te es sie, all die Eindrücke und Anregungen …

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LESEZEIT

Von Gabriele Wild – «Alles was man schrift­lich ins Publikum bringt gleicht einer Arznei die man Jemandem ein­giebt: bis­wei­len wirkt sie gleich, bis­wei­len gar nicht, geht ab ohne Wirkung, bis­wei­len wirkt sie sehr spät, und zeigt bis­wei­len ihre Wirkung an Theilen wo man es nicht ver­mu­the­te und auf eine Art an die man nicht dach­te.»…

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Seit jeher unterwegs: Literarische Fragmente 9

Von Konrad Pauli – Die knapp Zweijährige scheint sich irgend­wo eine tie­fe Abneigung, ja Angst vor Vogelfedern ein­ge­fan­gen zu haben. Greift man unter­wegs nach einer Feder, will man sie ihr geben, gerät die Kleine gera­de­zu in Panik, ihr sträu­ben sich buch­stäb­lich die Haare. Eines Sonntags sind Grossmama und Grosspapa mit ihr unter­wegs – und unterm …

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