Wir laden zur Zeit das Archiv hoch. Deswegen hat es viele "alte" Artikel auf der Webseite.
Wir bitten um Geduld, wir haben viel geschrieben in den Jahren seit 2003 ...

Partizipation, die

Von Frank E. P. Dievernich – Lexikon der erklä­rungs­be­dürf­ti­gen Alltagsphänomene 3*: Ist das anstren­gend! Alle wol­len mit­re­den. Überall und immer. Wenn es wenigs­tens nur beim Mitreden blie­be! Aber nein, der «Teilhabewahn» ist bis in jene Entscheidungshochburg gera­ten, die bis­her dafür gesorgt hat, dass es Eindeutigkeit gab: die Hierarchie. Wer «oben» ist, sag­te, was die­je­ni­gen zu …

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Flausen im Kopf

Von Irina Mahlstein – Offenbar habe ich den Flug von Denver nach Montréal über­legt, denn die letz­te Kolumne war tat­säch­lich im Druck. Also rein in die Stadt und das Hotelzimmer bezie­hen. Nach dem stres­si­gen Flug seh­ne ich mich nach einer war­men Dusche und einem wei­chen Bett. An der Rezeption ange­langt, wird Jan nach der Reservationsnummer …

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Lanzen brechen

Von Johannes Bösiger* - Höchste Zeit, dass genau die­se Stimme genau die­se Zeilen zum Klingen bringt! Anna Thalbach, eine der cha­rak­ter­volls­ten Schauspielerinnen und Preisträgerin des Deutschen Hörbuchpreises, kommt am 2. Oktober für eine Lesung nach Zürich. Die Taufe des noch ver­lag­lo­sen Buches «Fingerprints» des mehr­fach aus­ge­zeich­ne­ten Lyrikers Florian Seidel ist der Anlass, das sym­pa­thi­sche Kellertheater …

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Im Klimaolymp

Von Irina Mahlstein – Da sit­ze ich am Flughafen in Denver mit mei­nem neu­en Netbook und sehe aus wie die gebo­re­ne Karrierefrau. Nach zwei Wochen NCAR, bezie­hungs­wei­se Bouldern, haben sich nun eini­ge Karriere‐​Flausen in mei­nen Kopf gesetzt. Im Moment kämpft in mei­nem Kopf aller­dings mein Rationalismus eine uner­bitt­li­che Schlacht gegen die Flugangst, die mir ver­sucht …

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Himmlische Stufen

Von Irina Mahlstein – Nach mei­ner tie­fen Nach‐​Nepal‐​Krise hab ich mich wie­der in den Bau ein­ge­wöhnt. Denn eigent­lich bie­tet einem der Bau ja schon die Treppe in den Himmel gera­de­zu an. Wie kann man sich da nicht wohl füh­len? Denn geht man den einen ver­schlun­ge­nen Weg nach oben zum Bau Richtung Maschinenlabor, dann geht man …

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Menschen & Medien: Eifrig lenkt die Aktivität

Von Peter J. Betts – Eifrig lenkt die Aktivität «Rettet den Bund» auch durch elek­tro­nisch gestreu­te Betriebsamkeit, mit Einzahlungsscheinen, Voten Gläubiger usw. wohl davon ab, dass «Der Bund» kaum mehr zu ret­ten ist. Nicht nur eine Frage des Geldes, son­dern auch des Geistes. (Ich weiss, Auferstehungen wer­den gewöhn­lich über Jahrtausende hin­weg gefei­ert.) Aber der «Kleine …

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Das emotional Konkrete

Von Rebeca Panian – Wie passt eigent­lich etwas Unerklärliches wie das Bauchgefühl in unse­re Computergesellschaft? Ich habe «Bauchgefühl» gegoo­gelt um zu sehen, was das World Wide Web zu die­sem viel zitier­ten Begriff zu bie­ten hat. Ungefähr 239’000 Einträge wer­den auf­ge­führt. Die Überraschung: Der ers­te Link führt mich auf eine Public Relations‐​Agentur… Eine wirk­li­che Überraschung.

Das …

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Organisation, die:

Von Ralf Wetzel – Lexikon der erklä­rungs­be­düfrti­gen Alltagsphänomene 1: Haben Sie schon ein­mal Ihre Organisation gese­hen? Neinein, wir mei­nen nicht das Gebäude, in dem sie «sit­zen» oder «nie­der­ge­las­sen» sein soll (als ob eine Organisation «sit­zen» könn­te!), nicht die Mauern, Stühle, PCs und Papierkörbe. Und wir mei­nen auch nicht ihre Repräsentanten, also ihre Mitarbeitenden. Ihre Chefs, …

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Dass ich mit Alexander Egger

Von PeterJ. Betts – Dass ich mit Alexander Egger befreun­det bin, macht es schwie­rig, über sei­ne Bewerbung um den «Fotopreis 2009 des Kantons Bern», genau­er: über die Qualität der von ihm ein­ge­reich­ten Bilder, zu schrei­ben. Er hat kei­ne Auszeichnung erhal­ten, weder einen DER bei­den Preise, noch einen der drei Anerkennungspreise. Ein Trostpflaster viel­leicht: Die für …

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Kein Empfang

Von Irina Mahlstein – Ich bin abge­hau­en, für fünf Wochen, ein­fach weg, weit weg, aus mei­nem Leben raus, nach Nepal. In ein Land also, wo Natel‐​Empfang und Internetabdeckung eher spär­lich sind. Nach zwei Wochen Urlaub habe ich es auf­ge­ben, stän­dig nach Internetkaffees zu suchen; nach drei Wochen habe ich auf­ge­hört, mit mei­nem Natel mar­kan­te Geländepunkte …

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Verdingkind, Aussenseiter, Kämpfer, Autodidakt…

Von Barbara Neugel – Leben und Wirken des Schriftstellers Carl Albert Loosli:

«Wenn ich an ihn den­ke, den­ke ich auch an Pestalozzi, Dunant, Gotthelf. Looslis ein­fluss­rei­che Widersacher sind längst ver­ges­sen. Sein schöp­fe­ri­scher Unruhegeist wirkt wei­ter – und ist gera­de heu­te not­wen­di­ger denn je.»
(Alfred Häsler, Publizist, 1997)

Momentan wird in der Schweiz die Zeit der …

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Nasses Muss

Isabelle Haklar – Ich bade täg­lich. Ja, Sie haben rich­tig gele­sen, ich bade jeden Tag. Jeden Tag die Woche inklu­si­ve Wochenende, 365 Tage im Jahr, Winter wie Sommer.

Nichts has­se ich näm­lich mehr als einen feuch­ten Duschvorhang, der mir am Rücken klebt oder das Stehen, nach­dem ich bereits den gan­zen Tag ste­hend bestan­den habe. Auch …

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Am Horizont stand ein Riese

Von Peter J. Betts – «Am Horizont stand ein Riese von so unge­heu­rer Grösse, dass selbst das him­mel­ho­he Gebirge ‹Die Krone der Welt› neben ihm wie ein Haufen Streichholzschachteln gewirkt hät­te…» schreibt Michael Ende – viel, viel zu früh ver­stor­ben – in «Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer» (1960). Eine sehr viel­schich­ti­ge und (vor allem) …

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Er hat sich immer standhaft

Von Peter J. Betts – «Er hat sich immer stand­haft gewei­gert, einen der vie­len vom Personalamt orga­ni­sier­ten Kommunikations‐ oder Gesprächsführungskurse, offi­zi­ell eine Massnahme der ‹frei­wil­li­gen› Weiterbildung, zu besu­chen», sag­te ein mir bekann­ter ehe­ma­li­ger Chef – nen­nen wir ihn P – über sei­nen Stellvertreter – nen­nen wir ihn P1. Jugendstarrsinn? Schüchternheit? Faulheit? Misstrauen? P sel­ber besuch­te fleis­sig …

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Alles Zufall oder was?

Von Bettina Hersberger - Wenn Sie die­sen Beitrag zu Ende gele­sen haben, kopie­ren Sie ihn sie­ben Mal und sen­den ihn an sie­ben Leute inner­halb von sie­ben Tagen. Danach wer­den Sie inner­halb von sie­ben Stunden ihre gros­se Liebe fin­den. Wenn Sie die schon haben, dann klappt es end­lich mit dem gros­sen Geld. Wehe aber, Sie tun …

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Professionell, wohltemperiert

Von Christoph Simon - Am 24. Mai 2009 um 17 Uhr wird die einund‐​dreissigste Auflage des Literaturfestivals Solothurn enden. Zahlreiche ZuhörerInnen und AutorInnen aus In‐ und Umland wer­den zu den Lesungen im Landhaus, auf dem Klosterplatz und im Dunkelzelt geströmt sein. Mit Ausnahme der Korrespondentin der Berner Zeitung, die lie­ber liest als zuhört, wird man …

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