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10. Juni 2022

Der Hase mit den Bernsteinaugen: Ein Plädoyer für Zivilisation

Von Dr. Reg­u­la Stämpfli - Sig­mund Freud weiss wenig mit den Kün­st­lerin­nen und Kün­stlern anz­u­fan­gen, die sich auf seine Meth­o­d­en stürzen. Sal­vador Dalí war trotz­dem von Freud besessen. Eine aktuelle Ausstel­lung im Unteren Belvedere, die noch bis zum 29. Mai dauert und auf ein­er mein­er Wiener Lauf­streck­en liegt, beschäftigt sich mit «Dalí – Freud. Eine …

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4. Mai 2022
Bild: Regula Stämpfli

Sockelsturz: Alexander Kluge

Von Dr. Reg­u­la Stämpfli - Ganz zu Beginn des Krieges gegen die Ukraine fragte DAS MAGAZIN den Sofa-Paz­i­fis­ten Kluge nach dessen nicht mehr sehr klu­gen Mei­n­ung. Anlass war nicht der Krieg, son­dern Alexan­der Kluges 90. Geburt­stag. Resul­tat war ein pitoy­ables Schaustück nicht-jüdis­ch­er, deutsch­er Wein­er­lichkeit. Reg­u­la Stämpfli ver­fasste schon vor Wochen eine ham­mer­harte Analyse des Inter­views …

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10. April 2022

Ai Weiwei: Die chinesischen 1000 Jahre

Von Dr. Reg­u­la Stämpfli - 1966 begann «Die Pro­le­tarische Kul­tur­rev­o­lu­tion» in der Volk­sre­pub­lik Chi­na und dauerte bis zum Tod des «Grossen Vor­sitzen­den» Mao Zedong zehn Jahre später. Die Jugen­dre­volte in der VR Chi­na het­zte Kom­mu­nis­ten gegen Kom­mu­nis­ten, Junge gegen Alte, Stu­dentIn­nen gegen Pro­fes­sorIn­nen und ver­nichtete 1000 Jahre chi­ne­sis­che Kul­tur. Mao Zedong wird trotz dieser Hitler-Qual­itäten …

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6. April 2022

Agnès Poiriers Roman über die magischen Jahre von Paris 1940–1950

Von Dr. Reg­u­la Stämpfli - Die franzö­sis­che Jour­nal­istin Agnès Poiri­er erzählt von den magis­chen Jahren von Paris 1940 bis 1950. Simone de Beau­voir, Jean-Paul Sartre, Lau­ren Bacall, Janet Flan­ner, Samuel Beck­ett, Vic­tor Brauner, Roland Barthes, Hen­ri Carti­er-Bres­son, Ray­mond Chan­dler, Jean Moulin, Hen­ry Miller, Anaïs Nin, Man Ray, Édith Piaf, Juli­ette Gré­co träumten, lebten, philoso­phierten, schliefen …

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Klemperer revisited: «Die Sprache der Abkürzungen»

Von Dr. Reg­u­la Stämpfli - Rechtzeit­ig zur Pan­demie 2020 brachte die Reclam-Rei­he «Was bedeutet das alles?» hun­dert Seit­en von Vic­tor Klem­per­ers «Die Sprache des Drit­ten Reich­es. Beobach­tun­gen und Reflex­io­nen aus LTI» her­aus. Sechs Euro zwanzig kostet das schmale Bänd­chen, ist 100 Jahre Demokratie wert und gehört in jeden Haushalt.

Vic­tor Klem­per­er wurde 1881 im deutschen …

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3. Februar 2022

Bücher zu weiblichen Selfies, Autofiktionen von Frauen und «Geschlecht» als Biografie

Von Dr. Reg­u­la Stämpfli - Jen­nifer Hig­gie, die ehe­ma­lige Chefredak­torin des Kun­st­magazins «FRIEZE», webt Fri­da Kahlo, Amri­ta Sher-Gil, Mod­er­sohn-Beck­er, Artemisia Gen­tileschi in Betra­ch­tun­gen zu weib­lichen Selb­st­porträts zusam­men. Dies gelingt manch­mal bess­er, manch­mal schlechter. Ähn­lich Flavia Frigeri in ihrem schmalen Band «Frauen in der Kun­st». Auf knapp 175 Seit­en wer­den die wichtig­sten Kün­st­lerin­nen kurz skizziert und …

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29. Januar 2022

Rechnitz in der Josefstadt

Von Reg­u­la Stämpfli - Zwei Jahre wurde die grandiose Insze­nierung von Elfriede Jelineks „Rech­nitz ­– der Würgeen­gel“ im Josef­s­tadt-The­ater in Wien pan­demiebe­d­ingt ver­schoben. 2008 meinte Jelinek zum Stück, das die Ermor­dungs-Geschichte des „Lager Wald“ für Zwangsar­bei­t­ende erzählt: „Ein Schloss in Öster­re­ich. Jagdtrophäen an den Wän­den. Boten und Botin­nen kom­men von über­all her, zum Teil in

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5. Januar 2022

laStaempflis Polit-Kultjahr 2021

Titel­bild: Reg­u­la Stämpfli und Hei­di Buch­ers Werk im Haus der Kun­st.

Jan­u­ar: Medi­enUnkult

„Der heutige Journalismus gleicht dem Boulevard gebrochener Informationsträume“ laStaempfli.

 

2021 ist die Bilanz punk­to Frauen, Medi­en und Poli­tik bit­ter. In Afghanistan übernehmen die Tal­iban die Macht und in der Schweiz set­zen weisse Fem­i­nistin­nen die Bur­ka mit der Per­len­kette gle­ich. Das Bur­ka-Ver­bot …

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9. Dezember 2021

Zum Kunstkanon und dessen Leerstellen

Reg­u­la Stämpfli trifft Elis­a­beth Eber­le — Elis­a­beth Eber­le trans­formiert wis­senschaftliche Annäherung an die Natur in dig­i­tale Abstrak­tion und führt diese in sinnlich erfahrbare Objek­te und Instal­la­tio­nen über. In den let­zten Jahren stellte sie im Helmhaus, im Muse­um Ulm und in der Kun­sthalle Zürich aus. Eber­le sam­melt seit über zehn Jahren alle Fund­stücke zu Kün­st­lerIn­nen –

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3. Dezember 2021

Zum Sterben SCHÖN: Von der Angst, nicht zu gefallen

Von Dr. Reg­u­la Stämpfli - Ein Gespenst geht um: die Angst, nicht zu gefall­en. Es gibt unzäh­lige Büch­er zum The­ma, darunter lei­der kaum wirk­lich gute. «Mythos Schön­heit» von Nao­mi Wolf ist sicher­lich ein Stan­dard­w­erk, eben­so wie «Fat Is a Fem­i­nist Issue» von Susie Orbach oder «Der Preis des Geldes» von Christi­na von Braun. All diese …

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